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Zu Hause sowohl im DRK als auch in der DLRG

Erik Ferber (Foto: St. Jeschke/DRK)

Bremervörde. Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben in Bremervörde viele gemeinsame Berührungspunkte. Einer, der sich in beiden Hilfsorganisationen zu Hause fühlt, ist der 40-jährige Nieder Ochtenhausener Erik Ferber. Aufgabenschwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements ist derzeit die Arbeit in dem vom DRK betriebenen (und von der DLRG dabei unterstützten) Corona-Testzentrum im Solferino-Haus in der Gutenbergstraße 2.

Schon vor der Pandemie ergänzten sich DRK und DLRG bei dem schon bald ein Jahrzehnt für Kinder und Jugendliche mit Handicap angebotenen Inklusionsprojekt „Schwimmen inklusiv(e)“ im Bremervörder Familienbad Delphino sowie auf gemeinsamen Sanitätsdiensten, etwa bei den 2013 aus der Taufe gehobenen Seefesten oder anlässlich von Konzerten auf der Seebühne. Und auch in Zeiten der Fluchtmigration 2015/2016 arbeiteten Rotes Kreuz und Wasserretter mit Blick auf den Betrieb der Notunterkünfte Schwanewede und Visselhövede zusammen. 

Ferber, dessen DLRG-Laufbahn im Kindesalter vor mehr als drei Jahrzehnten mit einem Schwimmkurs seinen Anfang nahm (mittlerweile ist er Träger des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens Gold), zeichnete 2015/2016 wie heute für die Dienst- und Einsatzplanung verantwortlich. Als Technischer Leiter Wasserrettung ist er kraft dieses Amtes Vorstandsmitglied in der DLRG-Ortsgruppe Bremervörde und Bootsführer mit Lizenz sowohl für Binnen- als auch Seegewässer.

Zum DRK stieß Ferber vor sechs Jahren – „ursprünglich mit dem Gedanken, mehr sanitätsdienstliche Aufgaben übernehmen zu können“, sagt Ferber, der nach seiner Helfergrundausbildung in der Bremervörder DRK-Bereitschaft das Amt des Beauftragten für das Medizinproduktegesetz (MPG) übernahm. In dieser Funktion ist Ferber für die Instandhaltung beziehungsweise die Einhaltung der Wartungsintervalle der Gerätschaften sowie deren Einsatzbereitstellung zuständig. Und mittlerweile hat Ferber auch hauptamtlich im DRK Fuß gefasst, arbeitet als Rettungssanitäter beim Stader Roten Kreuz und bereitet sich gerade auf seine Abschlussprüfung zum Notfallsanitäter vor.

Seine freie Zeit fürs Ehrenamt will also gut organisiert sein. Was ihn dazu motiviert: „Ich bin noch nie Stubenhocker gewesen. Bei meinem Hobby macht es mir Spaß, mich mit vielen unterschiedlichen Leuten austauschen zu können, neu dazugekommenen etwas beizubringen und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln.“

Ihn, Ferber, freue, dass das Ehrenamt in der seit mehr als einem Jahr anhaltenden Pandemie nach seiner Wahrnehmung „einen superhohen Stellenwert“ von ohnehin schon gesellschaftlicher Relevanz erreicht habe und DRK und DLRG mit Blick auf die gemeinsame Arbeit im Testzentrum „richtig gut zusammengewachsen“ seien. „Viele unterschiedliche Leute, die aber alle das gleiche Ziel haben: dafür zu sorgen, dass die Menschen sich ein Stück sicherer fühlen und das hoffentlich gute Gefühl haben, dass jemand etwas tut“, sagt Ferber.

Und das im Prinzip jeden Tag, auch an Wochenenden und Feiertagen. Getestet wird per Abstrich im vorderen Nasenbereich. Über www.test-brv.de können Interessierte vorab einen Termin buchen, haben im Testzentrum in der Gutenbergstraße dementsprechend keine Wartezeiten und können sich direkt im Anschluss an den Test wieder auf die Socken machen, denn das Testergebnis kommt circa 20 Minuten später per verschlüsselter E-Mail direkt aufs Smartphone.

Um noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich kostenlos testen zu lassen, wirbt das Rote Kreuz in der Bevölkerung um ehrenamtliche Unterstützung. Wenige Stunden pro Woche wären laut DRK-Verantwortliche schon eine Hilfe. Weitere Infos: www.testhelfer.de

Testhelfer/innen gesucht

Foto (Hintergrund): Gero Breloer/DRK

Bremervörde/Zeven/Tarmstedt. Im Auftrag des Gesundheitsamts führen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Bereitschaften der DRK-Ortsvereine/des DRK-Kreisverbandes Bremervörde in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt Corona-Schnelltests durch. Gerne würde das Rote Kreuz die Anzahl der Testtermine erhöhen, um noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich kostenlos testen zu lassen. Dafür wird in der Bevölkerung um ehrenamtliche Unterstützung geworben. Wer sich für die Aufgabe interessiert und ein paar Stunden seiner Freizeit entbehren kann, erfährt hier Näheres und hat die Möglichkeit, mit der Einsatzführung in Kontakt zu treten. 

DRK-Einsatzkräfte testen ehrenamtlich

Auch DRK-Ehrenamtliche führen an den Standorten Bremervörde, Zeven und Tarmstedt jetzt sogenannte Corona-Schnelltest durch (Foto: St. Jesschke/DRK)

Auch das Rote Kreuz bietet kostenlose Bürgertests in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt  

Bremervörde. Die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Altkreis Bremervörde bieten DRK-Mitgliedern (und selbstredend auch Nichtmitgliedern) den Besuch ihrer aktuell drei Corona-Testzentren auf. Die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte stehen an den Standorten Bremervörde (Solferino-Haus, Gutenbergstraße 2), Zeven (DRK-Haus, Godenstedter Straße 59) und Tarmstedt (DRK-Haus, Bahnhofstraße 8a, Drive-In-Verfahren) ab Montag zum einmal wöchentlich kostenlosen Bürgertest bereit.

Und zwar werktags ab dem späten Nachmittag (voraussichtlich ab 17 bis 20 Uhr) und am Wochenende von vormittags bis in die Nachmittagsstunden (voraussichtlich von 10 bis 16 Uhr) - je nach Nachfrage (und in Bremervörde mittwochs anstelle vom DRK durchgeführt durch die örtliche DLRG-Ortsgruppe). Nähere Informationen sind online bei der Anmeldung einsehbar. 

Das DRK weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass der Antigen-Schnelltest (Abstrich aus dem vorderen Rachen- oder Nasenbereich) eine Online-Terminbuchung erfordert. Diese ist über die Startseite der Homepage des DRK-Kreisverbandes Bremervörde (www.drk-bremervoerde.de) möglich. 

Wie eingangs erwähnt, ist der kostenlose Bürgertest einmal pro Woche pro Person möglich und erfordere eine Terminbuchung. Diese werde per E-Mail bestätigt und das Testergebnis an diese Adresse versandt (verschlüsselt). Ein Warten auf das Testergebnis vor Ort sei somit nicht erforderlich.

Personen, die sich für einen Test haben registrieren lassen, den gebuchten Termin anschließend jedoch nicht wahrnehmen können, werden vom DRK eindringlich gebeten, diesen rechtzeitig zu stornieren, um ihn für andere Bürger wieder freizugeben. 
Das DRK weist abschließend darauf hin, dass es sich bei Covid-19 um eine selbstredend meldepflichtige Krankheit handele, sodass positive Testergebnisse dem Gesundheitsamt übermittelt werden müssten.

Von Besuchern zum Test mitzubringen beziehungsweise zu beachten:
 
- Lichtbildausweis (und nach Möglichkeit die ausgedruckte und unterschriebene Einverständniser- 
   klärung, die über einen Link in der Bestätigungsmail abrufbar ist)
- die Hygienevorschriften sowie die bekannten Verhaltensregeln
- das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

„Wir wollen ja, aber wir können uns nicht zerreißen“

DRK-Mitarbeiterin Nadja Möck hofft, dass das Rote Kreuz den Bedarf an Plätzen in den Erste-Hilfe-Kursen bald in stärkerem Maße abdecken kann als gegenwärtig (Archivfoto: St. Jeschke/DRK)

Kurs-Kapazitäten Erst Hilfe pandemiebedingt begrenzt: Rotes Kreuz wirbt um Verständnis

Bremervörde. Die Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen insbesondere unter Führerscheinanwärtern ist groß. Das Rote Kreuz kann diesen Bedarf pandemiebedingt derzeit nur in eingeschränktem Maße abdecken. „Wir wollen ja und würden auch liebend gerne ausbilden, aber wir können uns nicht zerreißen“, wirbt Nadja Möck um Verständnis bei denjenigen, denen bislang kein Platz in den bis Mitte/Ende Mai ausgebuchten Kursen angeboten werden konnte.

Als hauptamtlich beim DRK-Kreisverband Bremervörde beschäftigte Sachbearbeiterin (mittlerweile im Mutterschutz) für die Erste-Hilfe-Ausbildung sind ihr Unmutsbekundungen unfreiwillig verhinderter Kursteilnehmer durchaus vertraut. „Kann ich absolut nachvollziehen, aber uns sind die Hände gebunden“, so Möck. Ihr tut es vernehmbar leid, dass sie sogar bereits zugesagte Plätze wieder von den Teilnehmerlisten streichen musste – und zwar seit dem 15. März, als eine kurzfristig verabschiedete Arbeitsschutzverordnung in Kraft trat. 

Diese besagt, so Möck, dass zusätzlich zur Einhaltung der Mindestabstände und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch zehn Quadratmeter Platz pro Lehrgangsteilnehmer und Kursleitung verpflichtend vorgehalten werden müssten.
 
„Je nach Größe unserer unterschiedlich großen Lehrgangssäle können wir diese Kurse gegenwärtig mit nicht mehr als vier bis sieben Teilnehmern durchführen statt der vor Ausbruch der Pandemie üblichen 15 bis 16.“ 

Möck sagt, zu dieser Problematik hinzu komme, dass die von der Berufsgenossenschaft (gesetzlicher Unfallversicherer) als verpflichtend angeordnete Ausbildung beziehungsweise Schulung betrieblicher Ersthelfer gegenüber der von Führerscheinanwärtern Vorrang genieße. 

Wie die DRK-Mitarbeiterin weiter ausführt, werde ihr in jüngster Zeit immer öfter der Vorschlag gemacht, Erste-Hilfe-Lehrgänge doch im Online-Modus anzubieten. „Das würde dem Qualitätsanspruch unserer Ausbildung nicht gerecht werden, weil die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Versorgung stark blutender Wunden den Schwerpunkt der Ausbildung darstellen. Wie sollte das online funktionieren – durch das Herumdrücken auf der Computertastatur?“, fragt sich Möck.

Sie hofft, dass der Impfprozess weiter an Tempo zulegt und mit zunehmender Immunisierung der Bevölkerung gegen das Covid-19-Virus mehr und mehr Lockerungen eintreten, sodass sich auch die Erste-Hilfe-Ausbildung Schritt für Schritt wieder hin in Richtung eines Normalzustandes bewegen – „und wir ab Juni oder Juli vielleicht wieder mehr Interessierten als gegenwärtig die Teilnahme an unseren Lehrgängen ermöglichen können.

Wer das Rote Kreuz dabei unterstützen möchte, der Bevölkerung Kenntnisse in Erster Hilfe zu vermitteln und Interesse an einer entsprechenden Ausbildung hat, der erhält nähere Informationen bei der DRK-Ausbildungsbeauftragten Andrea Grabau (04761-9937-23, E-Mail: a.grabau@drk-bremervoerde.de) oder bei DRK-Sachbearbeiterin Astrid Abel (04761-9937-25, a.abel@drk-bremervoerde.de)

Gute Nachrichten für pflegende Angehörige

Pflegedienstleiterin Doris Blank (rechts) und ihr Team freuen sich über die bevorstehende Erweiterung der Kapazitäten von zwölf auf künftig 15 Tagesgäste (Foto: St. Jeschke/DRK)

Die Tagespflegen in Bevern und Oerel werden Aufnahmekapazität nach Ostern erweitern

Bevern/Oerel. Freude bei den Beschäftigten und der Geschäftsführung, noch mehr Freude vermutlich bei Angehörigen zu pflegender Personen aus Bremervörde und östlich gelegener Dörfer, denn: Die Tagespflege in Bevern hat (genau wie ihr westlich gelegenes Pendant in Oerel) nach Ostern die Möglichkeit, die Anzahl der Tagesgäste von täglich derzeit zwölf auf dann 15 aufzustocken. „Alles natürlich mit behördlicher Genehmigung durch die Heimaufsicht des Landkreises Rotenburg“, versichert Pflegedienstleiterin Doris Blank.

Um der größtmöglichen Anzahl pflegender Angehöriger werktags Entlastung bieten zu können, sieht das Aufstockungskonzept der für 20 Tagesgäste konzipierten Einrichtung in Bevern vor, einem Tagesgast maximal zwei bis drei Tage wöchentlich zum Besuch angedeihen zu lassen. „Nicht einige Wenige sollen von unseren zusätzlich genehmigten Kapazitäten profitieren, sondern möglichst Viele“, erläutert Blanks Stellvertreterin Katy Schröder. Sie freut sich, dass die Auslastung der im Bokeler Ring beheimateten Einrichtung ab April dann von zurzeit 60 auf dann 75 Prozent steigen kann.   

Diese Entwicklungsmöglichkeit blieb der erst im Februar vor einem Jahr ans Netz gegangenen aber bereits sechs Wochen später coronabedingt wieder geschlossenen Bevener Tagespflege bislang verwehrt. „Wir konnten eine Woche nach der Schließung zwar eine Notbetreuung anbieten und im Juni sogar wieder auf zehn Tagesgäste hochfahren, aber mehr als zwölf Tagesgäste waren in der Pandemie bislang nicht möglich“, berichtet Blanks Stellvertreterin Katy Schröder.

Mit spürbaren Folgen für demenzerkrankte Frauen und Männer, die während der Schließung sowieso nicht und danach in lediglich eingeschränktem Umfang das Angebot der Tagespflege in Anspruch nehmen konnten. Und deren soziale Kontakte infolge der Pandemie generell heruntergefahren werden mussten. Das haben die Betreuungskräfte der Tagespflege während ihres im April und Mai vergangenen Jahres angebotenen Besuchdienstes (zwei Stunden pro Woche und Tagesgast) gemerkt. „Durch das Herunterfahren sozialer Kontakte sind die Erkrankungen vorangeschritten und die Alltagskompetenzen haben stark abgebaut - wie man sich anzieht und wie man sich wäscht und kämmt, nachlassendes Durst- und Hungergefühl…“, so Schröder.

Auch für die Angehörigen sei diese Zeit eine große Herausforderung, denn sie hätten während der Schließung ohne eine Chance auf Entlastung im Grunde genommen täglich 24 Stunden für die zu Pflegenden zur Verfügung stehen müssen. Schröder: „Somit gab es für sie in dieser Zeit oftmals keine Möglichkeit, für etwas Entspannung oder um einige alltägliche Sachen in Ruhe zu erledigen.“

Dass sie und ihre Kolleginnen pflegenden Angehörigen die Organisation der Impftermine der Tagesgäste abnehmen und in nicht wenigen Fällen die Fahrt zum Impfzentrum in Zeven sowie die Begleitung der Frauen und Männer dorthin übernehmen konnten: „Freut uns sehr“, sagt Schröder. Neben der hoffentlich eingetretenen Immunisierung wäre das jetzt bevorstehende Aufstocken der Besucherkapazität außerdem ein kleiner Schritt hin zu einer neuen Normalität des Lebens.   

Die Möglichkeit der Erweiterung des Betriebes nach Ostern wird auch Rolf Eckhoff (Geschäftsführer der Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle als Trägerin der Tagespflegen Bevern und Oerel) mit Blick auf die Zahlen vermutlich ruhiger schlafen lassen, denn zum 1. April schließt nach jetzigem Stand die Bundesregierung den sogenannten „Pflege-Schutzschirm“ (Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz). Dieser sicherte den Trägern von Pflegeeinrichtungen die Erstattung pandemiebedingter Mehrausgaben oder Mindereinnahmen aus dem Topf der Pflegeversicherung.

Übrigens: Auf Anfrage haben Interessierte die Möglichkeit, die Tagespflegen Bevern und Oerel im Rahmen eines „Schnuppertages“ kennenzulernen. Ansprechpartnerinnen sind Pflegedienstleiterinnen Doris Blank und Agnes Hildebrandt. Zu erreichen ist Blank in Bevern werktags zu den Öffnungszeiten (10 bis 18 Uhr) unter der Rufnummer 04767-333400, Hildebrandt in Oerel zwischen 8.30 und 16.30 Uhr unter der Rufnummer 04765-2050014. Weitere Infos (auch zum ambulanten Pflegedienst): www.sozialstation-bremervoerde.de

Premiere: Drive-In-Impfung in Bremervörde

DRK-Einsatzzugleiter Chris Knoblauch: mit der Verlauf der Premiere des Drive-In-Impfens in Bremervörde vollauf zufrieden (Foto: St. Jeschke/DRK)

Rotes Kreuz führt auf Markt- und Messegelände erfolgreich Regie

Bremervörde. Heute wurden auf dem Markt- und Messegelände am Huddelberg in Bremervörde Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die über 80 Jahre alt sind, per Drive-In-Impfung geimpft. 478 Termine wurden vergeben, der gesamte Impfablauf fand im Auto statt. Auf die Beine gestellt hat die ganze Aktion der DRK-Einsatzzug Rotenburg (Wümme), der mit 50 Helfern vor Ort war. Die Terminkoordination lief über die Stadt Bremervörde, geimpft haben die mobilen Teams des Impfzentrums.

Die Einsatzleitung lag beim DRK-Einsatzzug Rotenburg (Wümme), unterstützt haben die Impfaktion ehrenamtliche Helfer der DLRG Bremervörde und der Freiwilligen Feuerwehr Bremervörde. „Ohne die ganzen ehrenamtlichen Helfer wäre das gar nicht zu schaffen gewesen.", erklärt Chris Knoblauch, der das Drive-In-Impfen begleitet. Er selber tritt in den nächsten Tagen wieder seinen Dienst bei der Bundeswehr an, hat aber in seiner Funktion als Leiter des Impfzentrums, die er bis zur letzten Woche innehatte, die dezentralen Impfungen im Landkreis initiiert. Als Zugführer des DRK-Einsatzzugs Rotenburg (Wümme) wird er weiter solche Aktionen begleiten. „Wir haben hier einiges auf die Beine gestellt und sind bundesweit einer der ersten Landkreise mit so einem Angebot. Was die ganzen ehrenamtlichen Helfer leisten ist einfach unglaublich, alle sind engagiert und bereit, auch weitere Aktionen dieser Art zu unterstützen. Die Stadt Bremervörde hat die gesamte Terminierung organisiert und damit die perfekte Vorarbeit geleistet."

Bürgermeister Detlev Fischer kann das nur bestätigen. „Insgesamt hatten wir 540 Termine zur Verfügung, 478 Termine wurden innerhalb von zweieinhalb Tagen telefonisch angefragt und reserviert. Die Stadtverwaltung hatte unmittelbar nach dem das Drive-In-Konzept feststand, den in Frage kommenden Personenkreis angeschrieben und im Rathaus innerhalb kürzester Zeit ein eigenes Reservierungssystem auf die Beine gestellt, das dann auch rege in Anspruch genommen wurde. Gleichzeitig konnten wir auch den ehrenamtlich von den Bremervörder Impfpaten koordinierten Fahrdienst anbieten, der in insgesamt 33 Fällen angefragt wurde. Auch hier konnten alle Anfragen von den Ehrenamtlichen bedient werden."

Auf dem Markt- und Messegelände wurde von 10 bis 16 Uhr geimpft, mittags gab es eine Pause. Die Autos wurden zu den einzelnen Stationen geleitet. Diese entsprachen denen im Impfzentrum: Empfang, Fieber messen, Papiere abgeben, Arztgespräch, Impfung und danach noch 15 Minuten warten, ob eine Impfreaktion erfolgt. Die Stationen konnten dementsprechend angefahren werden. Wer geimpft wurde, durfte nicht selber fahren, sondern sollte gefahren werden. Das wurde so festgelegt, damit nicht nach der Impfung leichte Impfreaktionen auftreten, die womöglich die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Der Vorteil einer Drive-In-Impfung ist, dass in der gleichen Zeit mehr Personen geimpft werden können als im Impfzentrum. Dort müssen für die Stationen mehrere Räume aufgesucht werden und das kostet Zeit, zumal die jetzt geimpfte Gruppe auch in vielen Fällen weniger mobil ist und dementsprechend länger für die einzelnen Strecken benötigt.

Der Landkreis ist zurzeit noch mit den anderen Kommunen im Gespräch, ob und wo noch weitere dezentrale Impfungen stattfinden können. Bisher gibt es fünf weitere Angebote für Kommunen, die eine längere Anfahrtszeit zum Impfzentrum in Zeven haben. Die Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre der Samtgemeinden Geestequelle, Bothel, Fintel und Sottrum, der Gemeinde Scheeßel und der Stadt Visselhövede können sich vor Ort impfen lassen. Die Impfungen finden in Schulen oder im Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Samtgemeinde Fintel und die Gemeinde Scheeßel haben gemeinsam Termine organisiert.

Die heute geimpften Männer und Frauen und auch alle Helferinnen und Helfer haben auf jeden Fall noch einen weiteren Termin im Kalender. Die Zweitimpfung finden in drei Wochen statt, also am Karsamstag, dieser wurde gleich bei der Anmeldung zur Erstimpfung mit vergeben. Denn nur wer sich zweimal impfen lässt ist sicher geschützt.

 „Unsere Priorität liegt zurzeit beim Impfen. Wir wollen den gelieferten Impfstoff so schnell wie möglich verimpfen und das geht in einem Flächenlandkreis wie unserem nur, wenn wir auch dezentral impfen. Dafür arbeiten wir eng mit den Kommunen zusammen und können auf viele engagierte Ehrenamtliche zählen, die diese Termine überhaupt erst ermöglichen. Ich freue mich zu sehen, dass der soziale Zusammenhalt bei uns noch funktioniert und wir gemeinsam innerhalb weniger Tage so etwas auf die Beine stellen können. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten.", so Landrat Luttmann.

(Quelle: Pressemitteilung des Landeskreises Rotenburg vom 13. März 2021)

Die Bremervörder Zeitung hat in ihrer Ausgabe von Montag, 15. März, über die Impfaktion berichtet. Nachzulesen ist der Bericht hier.

Potentielle Bewerber zeitgemäß ansprechen

Die Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geesteequelle arbeitet zwecks Personalrekrutierung jetzt mit einer Landingpage (Foto: St. Jeschke / DRK)

Personalsuche: Sozial- und Pflegestation beschreitet im Jubiläumsjahr mit Landingpage neue Wege

Bremervörde. Die Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle hätte vergangenes Jahr allen Grund zum Anstoßen gehabt, denn: Der Tag der (sich für die Entwicklung als zukunftweisend herausstellenden) Umwandlung der Gesellschaft in eine gemeinnützige GmbH jährte sich zum 25. Mal. Das Jubiläum rückte angesichts der täglichen Herausforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit der Pandemie allerdings in den Hintergrund.

Überdeutlich zeigte und zeigt sich in der Pandemie, dass insbesondere im Pflegebereich aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen und Einfluss äußerer Faktoren (demographischer Wandel, sprich: Überalterung der Gesellschaft bei gleichzeitig abnehmende Geburtenraten) ein Fachkräftemangel herrscht. Das ist für Geschäftsführer Rolf Eckhoff und seine Leitungskräfte Agnes Hildebrandt (Tagespflege Oerel), Doris Blank (Tagespflege Bevern), in besonderem Maße aber für Maria Kotthoff-Pieper und Sabrina Surau als Pflegedienstleitungen des am Huddelberg 22 in Bremervörde ansässigen ambulanten Pflegedienstes zwar nicht neu.

Aber: Die Verantwortlichen beschreiten in Sachen Personalrekrutierung jetzt einen neuen, zeitgemäßen Weg, um potenziell Interessierten gute Argumente an die Hand geben zu können, sich für eine Bewerbung bei der Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle zu entscheiden. Und zwar mit Hilfe einer sogenannten Landingpage (hier), die von dem Bremervörder Unternehmen pixel-kraft entwickelt wurde.

Die Landingpage ist einerseits von der Startseite der bereits bestehenden Homepage www.sozialstation-bremervoerde.de getrennt, damit der Besucher nicht von anderen Menüpunkten abgelenkt wird (andererseits aber wiederum auch mit ihren aktuellen Stellenangeboten verlinkt) und spricht potenzielle Bewerber im „OnePage“-Stil emotional an.

Die Landingpage hat den Zweck, sich ganz gezielt einem einzigen Thema zu widmen, eine einzige Zielgruppe anzusprechen, nämlich Jobsuchende, und einen einzigen Zweck zu erfüllen: die Fokussierung auf das Thema Arbeiten oder sich ausbilden lassen bei der Sozial- und Pflegestation.

Der Besucher der Landingpage verfolgt einen Aufbau, der von Seitenkopf bis Seitenfuß einem werbewirksam von oben nach unten verlaufendem „roten Faden“ folgt, und zwar nach dem sogenannten AIDA-Prinzip, das für die englischen Begriffe Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung) - in diesem Fall: Bewerbung - steht. 

„Ohne euch hätten wir ein Problem“

Tarmstedter DRK-Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rothgeber sieht ehrenamtliche Einsatzkräfte bestätigt

 

Tarmstedt/Zeven. Keine Frage: Auf die Pandemie, die die Welt seit knapp einem Jahr in Atem hält, könnte auch Andreas Rothgeber gut und gerne verzichten. Aber: „Immerhin die Möglichkeit zu haben, dabei mitzuhelfen, Situationen einer derartigen Tragweite zu bewältigen und wieder Normalität herzustellen - auch für solche Fälle habe ich mich vor langer Zeit schon für ein Ehrenamt beim Roten Kreuz entschieden“, sagt der 52-jährige Tarmstedter.

Als Alternative zur Bundeswehr und dem Zivildienst fiel Rothgebers Wahl 1988 auf den parallel zur beruflichen Tätigkeit ableistbaren zehnjährigen Ersatzdienst im Zivil- und Katastrophenschutz, und zwar bei der damals von Johann Gerdes geleiteten Bereitschaft des Tarmstedter Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Diese Entscheidung ermöglichte dem gelernten Kraftfahrzeugschlosser direkt im Anschluss an seine Ausbildung bei der Mercedes-Benz-Niederlassung in Bremen den nahtlosen Übergang in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eben dort. Inzwischen hat Rothgeber seinen Meisterbrief und ist dort als Ausbildungsgruppenführer und Diagnostechniker tätig.

Auch in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit übernahm er kontinuierlich mehr und mehr Verantwortung. Nach Beendigung des Ersatzdienstes blieb Rothgeber der DRK-Bereitschaft in seinem Heimatort erhalten, übernahm 2006 schließlich deren Leitung und hatte diesen Posten bis zur 2016 erfolgten Wahl als Kreisbereitschaftsleiter und der damit verbundenen Berufung ins Präsidium des DRK-Kreisverbandes Bremervörde inne.

Nachdem Rothgeber zusammen mit seinem Präsidiumskollegen Sven Hagemann (Bremervörde, Katastrophenschutzbeauftragter) und dem von der Bundeswehr entsandten Chris Knoblauch (Zeven, DRK-Einsatzzugführer und Leiter der DRK-Bereitschaft Zeven) bereits im Frühjahr 2020 von seinem Arbeitgeber freigestellt und für mehrere Wochen in den Corona-Krisenstab des Landkreises Rotenburg berufen wurde, stand Anfang Dezember fest: Auch bei der Einrichtung des vom Landkreis Rotenburg koordinierten Impfzentrums in dem ehemaligen Martin-Luther-Krankenhaus Zeven ist die tatkräftige Hilfe des DRK und die fachliche Unterstützung Rothgebers und seiner gut 100 Mitstreiter aus den Bereitschaften Tarmstedt, Gnarrenburg, Zeven und Bremervörde gefragt.

„Das Innenministerium in Hannover hatte das starke Infektionsgeschehen und die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer schnellstmöglichen Massenimpfung gegen das Corona-Virus zum Anlass genommen, für Niedersachsen ein sogenanntes Ereignis von landesweiter Tragweite festzustellen“, berichtet Rothgeber und ergänzt: „Was für Außenstehende nach Behördendeutsch klingt, heißt in der Konsequenz ganz einfach so viel wie: Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind ähnlich der kommunalen Ausrufung eines Katastrophenalarms von der Arbeit freizustellen und Einsatzfahrzeuge und -material von Hilfsorganisationen für den Aufbau sowie den Betrieb von Impfzentren anzufordern.“

Die Unterstützung des Landkreises Rotenburg durch das Bremervörder Rote Kreuz in den Bereichen Sanität, Technik und Betreuung ist vielfältig - angefangen bei dem Aufbau mehrerer beheizbarer Zelte, die den Zugang zum Impfgebäude ergänzen, über die Bereitstellung von Einsatzfahrzeugen und -personal (Fahrer/Sanitäter) für die Arbeit der vier Personen zählenden mobilen Teams (die das Pflegepersonal und die Bewohner in den stationären Pflegeeinrichtungen impfen). Dazu zählt überdies überdies die sanitätsdienstliche Ausbildung Landkreisbeschäftigter (für den Einsatz im Impfzentrum und die Begleitung der Impfteams), die vorübergehende personelle Unterstützung in den Bereichen Lager/Logistik und - je nach Verfügbarkeit von Impfstoff - die Registrierung von täglich bis zu 700 zu impfende Personen (davon 400 im Impfzentrum, der Rest über mobile Impfteams). Und weiterhin aktuell schließlich die Betreuung der Personen vor und nach deren Impfung im ehemaligen Zevener Krankenhaus.

„Was könnt ihr eigentlich nicht? Gut, dass ihr da seid. Ohne euch hätten wir ein Problem.“ Sätze, die Andreas Rothgeber seit Dezember oft gehört hat und auch weiterhin regelmäßig hört. „Das erfüllt uns alle natürlich mit Zufriedenheit, weil wir wissen, wofür wir uns alle haben ausbilden lassen“.

DRK-Kleidershop: Öffnung mit Terminvergabe

Silke Seidler, Leiterin des DRK-Kleidershops in Bremervörde (Foto: St. Jeschke / DRK Bremervörde)

Bremervörde. Der vom Bremervörder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betriebene Kleidershop in der Gutenbergstraße 2 in Bremervörde öffnet wieder seine Türen. Ab Montag, 15. März, können Interessierte wieder auf Schnäppchenjagd gehen. Gemäß aktueller Pandemie-Verordnung dürfen sich zusätzlich zum Personal entsprechend der Ladengröße jedoch lediglich drei Kundinnen und/oder Kunden zeitgleich in dem Verkaufsraum aufhalten. Um die Besuche vorab koordinieren zu können, bitten die Shop-Verantwortlichen um vorherige telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 04761/926 145 1. Möglich ist das Anmelden zu den dann aktuell geltenden Öffnungszeiten des Geschäftes: Montag (14 bis 17 Uhr), Dienstag (9 bis 12 Uhr), Mittwoch (14 bis 17 Uhr), Donnerstag und Freitag (jeweils von 9 bis 12 Uhr). An Feiertagen ist der DRK-Kleidershop grundsätzlich geschlossen. Auch Kleiderspenden nimmt das Rote Kreuz wieder entgegen, bittet aber darum, diese zwecks Kontaktvermeidung in die eindeutig dem DRK zuzuordnenden Container abzulegen.

Neue Kindertagesstätte in Tarmstedt: Arbeiten schreiten voran

Die Beteiligten trafen sich zu einem Ortstermin in Tarmstedt (Foto: St. Jeschke/DRK)

Tarmstedt. Ein Richtfest für die im Bau befindliche neue Kindertagesstätte im Tarmstedter Amselweg (Bauherr ist der DRK-Kreisverband Bremervörde) konnte nicht stattfinden, einen Überblick über den aktuellen Baufortschritt verschafften sich Tarmstedts Samtgemeindebürgermeister Frank Holle, Katrin Alpers (Haupt- und Personalamt), Ortsbürgermeister Wolf Vogel, Rolf Eckhoff (Geschäftsführer DRK-Kreisverband Bremervörde), Ute Semper-Biederstädt (Leiterin des benachbarten DRK-Kindergartens Fasanenweg) sowie die mit der Planung beauftragten Architekten Ulrike Buttkus und Armin Hellwege (Bremervörde) stattdessen bei einem Alternativtermin vor Ort. Dieser war zwecks Feinabstimmung der Fenster-, Türen- und Fassadengestaltung einberufen worden. Eckhoff zeigte sich sehr zufrieden mit dem Stand der Arbeiten und ist guter Dinge, dass das 1,9 Millionen Euro umfassende Bauprojekt (rund 700 Quadratmeter Nutzfläche sowohl für den Krippen- als auch Kita-Bereich) in direkter Nachbarschaft zur Kita Fasanenweg zu Beginn des  Kindergartenjahres 2021/2022 in Betrieb genommen werden kann. „Und wir dann hoffentlich auch als eine Art kombinierter Richtfest-Nachfeier und Einweihung die Arbeit aller Beteiligten würdigen können“, so Eckhoff, der sich über die dann bereits dritte Tarmstedter Kindertagesstätte in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes freut. (Text/Foto: St. Jeschke/DRK Bremervörde)

„Das Jahr 2020 wäre ein abendfüllendes Thema“

Interview mit DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff über die Herausforderungen in einer Pandemie

Zum vermutlich ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkrieges konnte pandemiebedingt in diesem Herbst keine Ordentliche Mitgliederversammlung als oberstes Beschlussorgan des DRK-Kreisverbandes stattfinden. Stattdessen soll sie planmäßig im Frühjahr 2021 abgehalten werden. DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff stand der „Wir vom DRK“-Redaktion kurz vor Erscheinen der aktuellen Dezember-Ausgabe zur Verfügung, um trotzdem Einblick in den Geschäfts- und Tätigkeitsbericht zu geben.

Herr Eckhoff, was hätten Sie den Delegierten der 16 Ortsvereine Anfang Dezember zur aktuellen Lage des Jahres 2020 aus Sicht des DRK-Kreisverbandes Bremervörde zu berichten gehabt?

Hauptsächlich wäre es ja zunächst ja mal um die Entlastung von Präsidium und Geschäftsführung für das Jahr 2019 gegangen. Und dazu hätte ich auf das reine Zahlenwerk bezogen ein erneut recht ordentliches Ergebnis präsentieren können. Und zu den vielseitigen Aktivitäten hätte ich sagen können, dass sich das Rote Kreuz mit all seinen Hilfsangeboten und sozialen Dienstleistungen wie gewohnt wieder sehr gut in das gesellschaftliche Mit- und Füreinander hier in unserer Region eingebracht hat. Vermutlich abendfüllend aber wären tatsächlich meine Ausführungen über das Jahr 2020 gewesen, das aufgrund der Besonderheit der Situation ja sicher nicht unerwähnt geblieben wäre.

2015/2016 waren die Jahre der Fluchtmigration und für den DRK-Kreisverband Bremervörde eng verbunden mit dem Betrieb der Notunterkünfte in Schwanewede und Visselhövede. Stellt die Pandemie jetzt - vier, fünf Jahre später - eine größere Herausforderung dar?

Die Ausgangslage ist eine andere als 2015/2016. Die Handhabe der alltäglichen Arbeit, die natürlich auch in einer Pandemie zwangsläufig nah am Menschen stattfinden muss, war in der Anfangszeit, als der Bestand an qualitativ hochwertigen Schutzmasken mangels Verfügbarkeit am Markt auf Kante genäht werden musste, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter… sagen wir  gewöhnungsbedürftig.

Mittlerweile bin ich gelassener, weil wir einen guten Vorrat an Masken haben und die Möglichkeit der bedarfsorientierten Testung sowohl unser Pflegebeschäftigten als auch optional unserer Pflegekunden an Bedeutung gewinnt. Und das Thema wird uns meiner Einschätzung auch noch weit in 2021 hinein beschäftigen, denn egal ob Familienhebammen, Kindertagesstätten, Schulassistenzen, Pflege und Rettungsdienst sowieso: Das DRK arbeitet aus seinem Selbstverständnis heraus immer nah am Menschen.

Die DRK-Kindertagesstätten sowie die Tagespflegen konnten beziehungsweise durften über einen langen Zeitraum lediglich eine Notbetreuung oder eingeschränkte Betreuung sicherstellen. Erste-Hilfe-Kurse und der Betrieb der Kleidershops hingegen waren über mehr als drei Monate überhaupt nicht möglich und auch die Straßen-Kleidersammlungen im Frühjahr und Herbst wurden abgesagt...

..weil die Kleiderverwertungsunternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten, in Kurzarbeit gegangen und bei ihnen außerdem die Lagermöglichkeiten erschöpft waren, sodass sie keine Altkleider mehr annehmen konnten - was bei uns zu einem deutlichen Einbruch auf der Ertragsseite geführt hat - über die wir in nicht unbedeutendem Umfang beispielsweise unseren ehrenamtlich getragenen Katastrophenschutz finanzieren.

Zur Veranschaulichung: Die Ausstattung und Ausbildung einer neun Personen umfassenden Sanitätsgruppe kostet circa 30.000 Euro. Und eigentlich gut beraten ist, wer in diesem Bereich eine Doppelt- bis Dreifachvorhaltung leisten kann, weil im Einsatzfall immer jemand krank ist, arbeiten muss oder anderweitig verhindert ist.

Aber zurück zur eigentlichen Frage: Parallel zu den wegbrechenden Erträgen stiegen gleichzeitig die Aufwendungen für Hygiene- und Schutzartikel für knapp 500 hauptamtliche Mitarbeiter. Die aus der Schließung der Tagespflegen resultierenden Mindererlöse werden uns möglichweise aus Mitteln des Krankenhausentlastungsgesetzes ersetzt, aber eine Aussage dazu ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, weil wir nicht exakt wissen, was in welchem Umfang anerkannt wird.

Aber vom Finanziellen mal ganz ab: Wir mussten unsere Anfang Februar in Bevern neueröffnete Tagespflege nach gerade einmal vier Wochen wieder schließen. Das tut weh, weil wenn eine solche Einrichtung nach knapp zwei Jahren Planungs- und Bauzeit endlich ans Netz geht, dann will man ja auch, dass der Betrieb im Sinne einer Entlastung pflegender Angehöriger läuft.

Hat die Pandemie etwas im DRK sichtbar gemacht, das Sie - oder andere - in der Vergangenheit als Stärke des DRK gar nicht oder als nicht so stark wahrgenommen haben?

Ich denke, vor allem bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insbesondere bei den Leitungskräften als Multiplikatoren für die Kolleginnen und Kollegen, die in den vielen und ganz unterschiedlichen Bereichen tätig sind, hat sich wieder einmal der Eindruck verfestigt, dass das DRK - sowohl das Haupt- als auch das Ehrenamt und auch der dem Kreisverband übergeordnete Landesverband des Roten Kreuzes - gerade in Krisenzeiten oder ungewöhnlichen Lagen zum Wohle aller sehr eng miteinander zu arbeiten in der Lage ist.

So haben wir schon sehr zügig nach Ausbruch der Pandemie anfangs wöchentlich tagende Krisenstäbe ins Leben gerufen und überdies ehrenamtliche und gut ausgebildete Katastrophenschützer in den Krisenstab des Landkreises entsandt. Und welche Organisation bei uns in der Region hat eigene Hygienespezialisten, und das zuhauf? Und das nicht erst seit Beginn der Pandemie, sondern schon weit vorher, weil Hygiene im Rettungsdienst und in der Pflege beispielsweise Tagesgeschäft ist.

Der Landkreis weiß das DRK als verlässlichen und kompetenten Partner zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben zu schätzen. Stichwort: die geplante Einrichtung eines Impfzentrums in Zeven: Hat das Telefon schon bei Ihnen geklingelt - wie 2015, als Sie um den Betrieb der Flüchtlingsnotunterkunft in Visselhövede gebeten wurden?

Das Telefon hat nicht nur geklingelt, es gab in der Tat schon eine sehr konkrete persönliche Anfrage zwecks Unterstützung in personeller und materieller Hinsicht. Nach jetzigem Stand wären wir dazu in der Lage, zunächst in der Aufbauphase nicht nur für ein stationäres Impfzentrum Unterstützung zu leisten, sondern punktuell mit Fahrzeugen auch für eine mobile Impf-Einheit. Alles, was darüber hinaus geht, will gut durchdacht sein, denn der Betrieb eines Impfzentrums wird eine Aufgabe für viele Monate sein.

Zu Ihrer Basis, den Ortsvereinen, über die die knapp 5.000 Mitglieder organisiert sind: Halten die dem Roten Kreuz trotz ausgesetzter Angebote die Treue?

Mir ist nicht bekannt, dass es in einem unserer 16 Ortsvereine zu massenhaften Vereinsaustritten gekommen ist. Was sollen die Ortsvereine auch anderes machen als ihre Aktivitäten ruhen zu lassen? Sie können sich in Zeiten hoher Inzidenzzahlen ja schlecht über Gesetze oder Verordnungen der Bundesregierung und der Länder hinwegsetzen und Senioren- oder Kartenspielnachmittage mit gemeinsamen Kaffeetrinken stattfinden lassen und damit sich und andere in Gefahr bringen, schon garnicht unter dem Dach des Roten Kreuzes. Und die Motivation, einer Hilfsorganisation wie dem Roten Kreuz als Fördermitglied beizutreten ist glaube ich auch nochmal eine andere, als Mitglied beispielsweise eines Sportvereines zu werden.

Selbst die klagen meines Wissens ja nicht über einen pandemiebedingt verursachten Schwund an Mitgliedern. Auch die wissen nämlich oder haben verinnerlicht, dass sie Mitglied nicht eines gewinnorientierten Dienstleistungsunternehmens sondern einer Solidargemeinschaft sind, in der man gerade in schwierigen Zeiten selbstverständlich zusammenzustehen hat. So sehe ich es jedenfalls in meiner ehrenamtlichen Funktion als Vorsitzender des TuS Elsdorf. Und wenn ich mich im Kreis der im Kreissportbund organisierten Vereine umschaue, glaube ich nicht, dass ich diese Meinung exklusiv vertrete.

Trotzdem hat man nicht den Eindruck, dass das Rotkreuz-Ehrenamt seit Monaten kollektiv die Hände in den Schoß legt, sondern sich gerade in der Krise weiter einbringt.

Das ist ja auch das Wesen unserer Organisation. Nehmen wir die zahlreichen Blutspendehelferinnen und -helfer in den Städten und Dörfern unserer Region: Die wissen, dass die Patientenversorgung mit Blutprodukten aufrechterhalten werden muss, weil die Krankenhäuser ansonsten ihre Operationssäle schließen und die Lichter ausmachen könnten. Und wenn es personell eng wird, weil die Helferinnen und Helfer aufgrund ihres Alters einer Risikogruppe zuzurechnen sind, dann springen – wie in Bremervörde bereits seit März – Mitglieder der Bereitschaft ein, eine Gruppe junger Leute im Alter zwischen 20 und 30 Jahren.

Sie und weitere Kollegen aus den Bereitschaften in Zeven und Tarmstedt waren es übrigens auch, die im November erst an Schulungen teilgenommen haben, um im Bedarfsfall Gesundheitsämter nicht nur im Landkreis Rotenburg sondern niedersachsenweit bei der Kontaktverfolgung COVID-19-Infizierter behilflich zu sein. Toll, oder?

Eine kreativer Geist und Erfindungsreichtum umweht erfahrungsgemäß doch immer die Mehrgenerationenhäuser in Oerel und Zeven. Welche Initiativen gehen in diesen Zeiten von dort aus?

Wegen der neuen, im November erlassenen Corona-Verordnung haben beide Einrichtungen und auch das Familienzentrum ihre Programme bis auf Weiteres stark eingeschränkt. Es finden im Prinzip nur noch Bildungs- und Beratungsangebote telefonisch oder in Eins-zu-Eins-Situationen statt. Eine Erweiterung des Programms um Online-Angebote ist aber in Planung. Und Bastelnachmittag gibt es jetzt zum Abholen. Darauf wäre von einem Jahr auch niemand gekommen, oder? 

(Text/Foto: St. Jeschke/DRK Bremervörde) 

„Spannende Zeit der Weichenstellung“

Thomas Hechler

DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff gratuliert Thomas Hechler zum 25-jährigen Dienstjubiläum

Bremervörde. Rolf Eckhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bremervörde, gratuliert einem seiner dienstältesten Mitarbeiter: Thomas Hechler. Mitte Oktober 1995 stieß der 59-jährige Nieder Ochtenhausener zum Roten Kreuz und wurde fünf Jahre später unter Eckhoffs Vorgänger Peter Hoheisel und dem damaligen Vorsitzenden Rainer Brandt zum stellvertretenden Geschäftsführer und kaufmännischen Leiter ernannt.

Hechler, verheirateter Vater zweier erwachsener Söhne, wurde in Oldenburg geboren und wuchs in Augustendorf auf. Im Anschluss an seine in Bremerhaven absolvierte Ausbildung zum Steuerfachgehilfen verpflichtete er sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr. Zum Ende seiner Soldatenzeit im August 1994 besuchte Hechler über einen Zeitraum von zwei Jahren und zur Vorbereitung auf die Rückkehr in einen zivilen Beruf die Bundeswehrfachschule in Hamburg, die er mit der Fachhochschulreife (Wirtschaft) und als staatlich geprüfter Betriebswirt verließ.

Der 15. Oktober 1995 markiert den Beginn von Hechlers Tätigkeit beim Roten Kreuz in Bremervörde - zunächst in der Finanzbuchhaltung, im Controlling des Rettungsdienstes sowie vertretungsweise in der Personalbuchhaltung. „Das war damals noch ein schnuckeliger DRK-Kreisverband mit kaum mehr als 100 Hauptamtlichen, ein Viertel davon Zivildienstleistende im Rettungsdienst“, erinnert sich Hechler.

Den unter Hoheisel und Brandt eingeleiteten sowie durch Eckhoff (seit 2006 Geschäftsführer) und Frank Pingel (trat Brandts Nachfolge als Präsident 2012 an) erfolgreich fortgesetzten Ausbau von mittlerweile mehr als 30 unterschiedlichen Hilfsangeboten und sozialen Dienstleistungen des Roten Kreuzes im Altkreis Bremervörde mit inzwischen 450 hauptamtlichen Beschäftigten bezeichnet Hechler als „sehr spannende Zeit der Weichenstellung für die Zukunft“.

Verbunden mit dem Wunsch für beste Gesundheit und Freude an der weiteren Zusammenarbeit sprach Rolf Eckhoff seinem Stellvertreter für dessen erfolgreiche Arbeit, Loyalität, Treue und Verbundenheit zum Roten Kreuz seinen dank aus.

(Text/Foto: St. Jeschke/DRK Bremervörde)

„Können wir uns sehr gut mit identifzieren“

Physiotherapie-Praxis Barkow & Kosch unterstützt Bremervörder DRK-Kinderhaus

Bremervörde. Freudige Überraschung für das DRK-Kinderhaus in der Robert-Koch-Straße: Aus den Händen von Physiotherapeutin Christina Rode (Barkow & Kosch, Praxis für Physiotherapie und Gesundheitstraining) nahm Einrichtungsleiterin Christhild Bütepage einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro entgegen.

Dabei handelt es sich um den Erlös eines alljährlich stattfindenden Ratespiels, das die Frage nach der Länge eines Therabandes zum Inhalt hatte. „An dem Gewinnrätsel konnten sich unsere Patienten per Kauf eines Loses zum Preis von zwei Euro beteiligen. Etwas weniger als 400 Euro sind dabei zusammengekommen, wir haben dann auf 500 Euro aufgerundet“, berichtet Christina Rode.

Geld, dass die Rotkreuz-Krippe für die Anschaffung einer Wild Climber genannten Bewegungslandschaft mit Rutsche, Sprossenleiter und Matten gut gebrauchen konnte. Das mehrteilige Kletterset fördert, so Bütepage, die Gesamtheit der körperlichen Bewegungsabläufe der Kinder. „Also auch den Gleichgewichtssinn und die Koordination – das passt schon. Damit können wir uns als Praxis sehr gut identifizieren“, so Christina Rode.

(Text/Foto: St. Jesschke/DRK)

 

 

Norbert Weber geht - und bleibt doch

Bisherige Stellvertreterin Dörte Lorenz-Klose neue Leiterin der DRK-Kindertagesstätte am Tannenkamp

Bremervörde. Rechtzeitig vor Verfügung neuer Kontaktbeschränkungen führte der Bremervörder Kindergarten des Roten Kreuzes (Standort: Am Tannenkamp) an mehreren aufeinanderfolgenden Abenden seine Elternabende durch. Diese fanden erstmalig unter neuer Leitung statt. Denn: Der bisherige Einrichtungsleiter Norbert Weber widmet sich auf eigenen Wunsch neuen Aufgaben innerhalb der Hilfsorganisation. „Eine rein fachliche und persönliche Entscheidung“, unterstreicht Weber.

Statt seiner leitet seine bisherige Stellvertreterin Dörte Lorenz-Klose (und deren Vertretung Andrea Koritke) seit Anfang September die Geschicke der Bildungs- und Betreuungsstätte. Sie und Weber waren seit Öffnung des Kindergartens 1996 ein Team, arbeiteten stets partnerschaftlich auf Augenhöhe „und wurden uns bei den Basis-Dingen schnell einig“, so Weber.

„Das Grundgerüst ist seit bald 25 Jahren das gleiche: feste Gruppen, verbindliche Regeln, immer wiederkehrende Rituale wie Morgenkreis, Frühstück, pädagogische Angebote und Projekte in Kleingruppen und gruppenübergreifend sowie Bewegungsaufbauten in der Spielstraße... Das alles gibt den Kindern Orientierung und somit Sicherheit“, so Weber und Lorenz-Klose, die sich außerdem freuen, dass die DRK-Einrichtung seit mehr als zehn Jahren schon vom Niedersächsischen Turnerbund (NTB) als Bewegungskindergarten zertifiziert ist.

Zu den immer wiederkehrenden Dingen zählen die beiden auch das (in diesem Jahr pandemiebedingt abgesagte) Lichterfest, das jährlich Ende November gefeiert wird. „Als es 1999 zum ersten Mal stattfand, haben wir gemerkt, dass wir als Einrichtung auf einem sehr guten Weg sind“, blickt Weber voller Zufriedenheit zurück.

„Das hat immer irgendetwas Magisches, Phantasievolles und auch Bewegung als Thema. Da spielen aufregende Geschichten und Abenteuer eine Rolle, aber eben auch Sicherheit und Vertrauen in die Erzieherinnen und Erzieher und zur Gruppe“, ergänzt Lorenz-Klose, die ihren Dank mit Blick auf das Lichterfest ausdrücklich auch an die Eltern der fast 900 Kinder richtet, die die Einrichtung im Laufe der bald zurückliegenden 25 Jahre durchlaufen haben.

Dass die 49-Jährige die Leitung der DRK-Kita am Tannenkamp übernommen hat, stimmt den sieben Jahre älteren Weber „total glücklich“. „Ich freue mich auch, dass das Team so mitzieht und mich als Leitung akzeptiert. Im Grundsatz sind wir alle der Meinung, dass wir konzeptionell so weiterarbeiten wie gehabt und hoffen, dass wir gut durch die Pandemie kommen“, so Lorenz-Klose.

Weber, der in den zurückliegenden Jahren eine Verschiebung seiner Tätigkeit immer mehr hin zu einem administrativen Job festgestellt hat, möchte sich künftig wieder mehr den erzieherischen und therapeutischen Aspekten seiner Arbeit widmen. Dabei geht es um Begriffe wie neuromotorische Entwicklungsförderung, Entspannungspädagogik, Hörverarbeitung und Psychomotorik. Entsprechende Fortbildungen hat ihm das Rote Kreuz ermöglicht. Das Wissen und die jahrelange Erfahrung aus diesen Zusatzqualifikationen soll künftig allen Kindertageseinrichtungen kontinuierlich in der praktischen Anwendung aber auch der Schulung und Begleitung von pädagogischen Fachkräften im DRK-Kreisverband Bremervörde zur Verfügung stehen.

„Ich begrüße es sehr, dass Norbert Weber unserer Organisation mit seinem Wissensschatz und seiner Erfahrung erhalten bleibt. Dörte Lorenz-Klose zu seiner Nachfolgerin zu ernennen, war eine einfach zu treffende Entscheidung. Beide haben unsere Kita am Tannenkamp mit aufgebaut und geprägt. Sie stehen für Kontinuietät“, unterstreicht DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff.

 

Aufklärung zur RTL-Sendung „Team Wallraff“

DRK kritisiert einseitige und tendenziöse Berichterstattung

Berlin, 20. Oktober 2020

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert die Berichterstattung der RTLSendung „Team Wallraff“ vom 19. Oktober 2020. „In der Sendung wurde in einem unseriösen und einseitigen Beitrag, gespickt mit vielen Halbwahrheiten, Stimmung gegen das DRK gemacht“, sagt DRKGeneralsekretär Christian Reuter. In einer Stellungnahme heißt es weiter:

„Durch die Sendung wird anhand weniger Einzelbeispiele die verdienstvolle Arbeit von mehr als 443.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 180.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Misskredit gebracht. Wir sind eine Organisation mit 500 Kreisverbänden und mehr als 4.200 Ortsvereinen, in denen auch Fehler gemacht werden. Hinweisen auf Missstände in unserem Verband müssen wir nachgehen und darüber auf allen Ebenen auch eine offene Diskussion führen.

So distanzieren wir uns zum Beispiel ausdrücklich vom Einsatz aggressiver Haustürwerber. Auch bei der Haustürwerbung muss der Grundsatz der Freiwilligkeit unter allen Umständen gewahrt bleiben.

Unsere Spender und Unterstützer erwarten vom DRK außerdem zu Recht einen professionellen und effizienten Umgang mit den uns anvertrauten Mitteln. Das DRK ist Mitglied im Spendenrat, der ebenfalls regelmäßige Qualitäts- und Transparenzkontrollen durchführt. Darüber hinaus lassen wir uns freiwillig jedes Jahr vom Deutschen Institut für soziale Fragen (DZI) prüfen, um das DZI-Spendensiegel zu erhalten. Anders als in der Sendung suggeriert, legt der DRK e.V. seine Aufwendungen für Werbung, allgemeine Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung offen. Dieser Anteil lag beim DRK nach Angaben des DZI im Jahr 2017 bei 14,56 Prozent der Gesamtausgaben, also weit unter der vom DZI genannten Quote von maximal 30 Prozent.

Auch die Arbeit der Blutspendedienste wurde durch Halbwahrheiten in einem schlechten Licht dargestellt. Die DRK-Blutspendedienste sind die Pioniere des Blutspendewesens in Deutschland – es ist ein seit Jahrzehnten bewährtes System, das auf die Zusammenarbeit von ehren- und hauptamtlichen Kräften fußt. Die Blutspendedienste des DRK decken etwa 75% des bundesweiten Bedarfs an lebensrettenden Blutpräparaten ab und leisten somit einen entscheidenden Beitrag zur Versorgung schwerkranker und verletzter Menschen, die ohne fremdes Blut nicht überleben würden, und damit zum Erhalt des Gesundheitssystems. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sowie ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Nur gemeinsam gelingt es, die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen weiterhin zu sichern.“

Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist mit nationalen Gesellschaften in 192 Ländern die größte humanitäre Organisation der Welt.

Für eine Wiederbelebung ohne Zwangspausen

Bürgerstiftung der Zevener Volksbank unterstützt DRK bei Kauf einer LUCAS-Reanimationshilfe

Zeven. Freude beim Bremervörder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Die Bürgerstiftung der Zevener Volksbank, die seit ihrer Gründung 2002 mehr als 100.000 Euro für gemeinnützige und caritative Projekte in den Samtgemeinden Selsingen, Sittensen, Tarmstedt und Zeven zur Verfügung gestellt hat, berücksichtigte jetzt mit 7.000 Euro den DRK-Rettungsdienst. Genauer: die Ausstattung des an der Rettungswache Zeven stationierten Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF), das auch Einsatzfahrten der Wachenstandorte Sittensen und Tarmstedt mit abdeckt.

Die 7.000-Euro-Spende unterstützt den vom Landkreis Rotenburg mit der Durchführung des Rettungsdienstes beauftragten DRK-Kreisverband Bremervörde bei der Anschaffung einer knapp 14.000 Euro teuren und LUCAS genannten mechanischen Reanimationshilfe. Die Bezeichnung LUCAS leitet sich ab aus den Anfangsbuchstaben der schwedischen Stadt Lund, der dortigen Universität (an der LUCAS entwickelt wurde) und den Begriffen Cardiopulmonary Assist System - zu deutsch und etwas sperrig: Herz-Lungen-Wiederbelebung-Unterstützungssystem.

Das berichtet Sascha Anselm, Medizinprodukteberater für den DRK-Rettungsdienst. In Abstimmung mit dem Landkreis Rotenburg und seinem Dienstherrn, DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff, sowie dem Zevener Wachenleiter Jürgen Wolf zeichnete der 40-jährige Rettungsassistent für die Ausschreibung und Angebotseinholung für den LUCAS sowie die Einweisung seiner Kolleginnen und Kollegen an dem Gerät verantwortlich.

Je nach Bedarf und Konstitution des Patienten kommt der LUCAS zum Einsatz, beispielsweise bei Einsätzen, bei denen Betroffene zuvor einen Herzinfarkt mit Herzstillstand erlitten haben. Schon am Ort des Auffindens der Person, so Sascha Anselm weiter, werde dieser die Maschine mit Hilfe einer Rückenplatte und eines Stabilisierungsgurtes mittig auf den Brustkorb geschnallt und über einen sich hydraulisch anhebbaren und absenkbaren Saugnapf mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung mittels mechanischer Herzdruckmassage begonnen.

Vorteil für den Patienten: „Er erhält vom Ort seines Auffindens bis hin zur Übergabe an das Krankenhauspersonal eine durchgehend qualitativ gleichbleibende Reanimation – ohne Zwangspausen, beispielsweise wenn die betroffene Person auf einer Trage durch ein enges Treppenhaus getragen werden muss und kein Platz dafür ist, sie gleichzeitig wiederzubeleben“, sagt Anselm.

Vorteil für den Rettungsdienstmitarbeiter: „Er oder sie wird entlastet, weil es sehr anstrengend und anspruchsvoll ist, durchgängig in gleichbleibender Qualität und gleichbleibendem Rhythmus eine Reanimation mit pro Minute bis zu 120 Herzmassagen durchzuführen, wenn das nächste Krankenhaus zwischen 20 und 45 Minuten Fahrtzeit entfernt liegt“, weiß Anselm.

Er begrüßt die Anschaffung des Lucas auch vor dem Hintergrund der Arbeitssicherheit. Denn: „Wiederbelebung funktioniert in einem Fahrzeug ohne technische Unterstützung  nur im Stehen. Das Anlegen eines Sicherheitsgurtes ist für den Retter dann nicht möglich.“

Auf Notsituationen vorbereitet sein

Deutsche Rotes Kreuz rät zur Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre

Bremervörde. Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch die Kenntnisse vieler Menschen über mögliche Hilfsmaßnahmen sind oft veraltet. „Viele absolvieren zur Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs und beschäftigen sich dann nie wieder mit dem Thema. Das reicht aber nicht aus und die Folgen können fatal sein“, sagt Andrea Grabau, Erste-Hilfe-Ausbilderung und -Ausbildungsbeauftragte des DRK-Kreisverbandes Bremervörde anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 12. September.

Nicht nur, aber gerade auch Verkehrsteilnehmer sollten auf Notsituationen vorbereitet sein und wissen, wie sie schnell helfen könnten - über das Absetzen des Notrufs 112 hinaus. Das Rote Kreuz rät daher, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen. Denn: Jeder könne in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen - ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Privathaushalt.

„Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in diesen ersten Minuten nach einem Unfall auf die Ersthelfenden vor Ort an, beispielsweise um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen“, verdeutlicht Grabau.

Viele Menschen hätten Angst davor, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Genau deswegen seien die praktischen Wiederholungen solcher Kompetenzen so wichtig. Grabau: „Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. Wer sich regelmäßig schulen lässt, kann sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass die betroffene Person bestmöglich versorgt wird und dadurch bleibende Schäden verhindert oder verringert werden.“

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Erste Hilfe weiterhin möglich. „Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person mit einem Tuch abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden. Den Notruf 112 anzurufen und die betroffene Person zu beruhigen, ist eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich“, so Grabau.

Informationen zur Erste-Hilfe-Ausbildung und eine Übersicht über die online zu buchenden und an mehreren Standorten im Altkreis Bremervörde stattfindenden Kurse sind unter www.drk-bremervoerde.de (unter „Kurse“) nachzulesen. Diese seien bedingt durch die mehrmonatige Pause zu Beginn der Pandemie, aber der DRK-Kreisverband Bremervörde arbeitet fortlaufend daran, zusätzliche Kurstermine (aufgrund der Abstandsregelung zur Zeit mit reduzierter Teilnehmerzahl) zu realisieren.

Abgabe von Altkleider wieder möglich

Bremervörder Rotes Kreuz öffnet Sammelcontainer und Kleidershops wieder vollumfänglich

Bremervörde. Wie der Bremervörder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bekannt gibt, hat der Kleidershop im Solferino-Haus (Gutenbergstraße 2) wieder in vollem Umfang geöffnet - und der Einkauf selbstredend aber weiterhin im Rahmen der aktuell gültigen Corona-Schutzbestimmungen stattzufinden. Sprich: Abstand halten, Hygiene beachten, Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Auch die auf öffentlichem und privatem Grund abgestellten Sammelcontainer, so die DRK-Verantwortlichen, könnten als Ablegemöglichkeit für Kleiderspenden wieder in vollem Umfang genutzt werden. Hintergrund laut DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff: „Die mit uns kooperierenden Kleiderverwertungsbetriebe sowie die ihnen zuarbeitenden Erfassungs- und Sortierunternehmen, die ihre Arbeit ab dem Frühjahr pandemiebedingt in erheblichem Maße einschränken mussten, haben wieder Kapazitäten frei. So können wir die Kleidermengen, die aufgrund ihres Zustandes nicht mehr für die Weitergabe an Bedürftige in Frage kommen oder alternativ gegen kleines Geld über den Kleidershop weitergegeben werden können, verkaufen.“

Woran das DRK indes festhält: Wie schon im Frühjahr wird es auch im Herbst keine Altkleider-Straßensammlung geben. „Die für die Sammlung vorgesehenen Tüten und deren Produktion sowie Verteilung an jeden Haushalt im Altkreis Bremervörde benötigen eine zu lange Vorlaufzeit, um das jetzt noch alles rechtzeitig bis zu den Herbstferien organisiert zu bekommen. Angesicht der unklaren Lage sahen wir uns ja bereits im Frühjahr dazu gezwungen, diese Entscheidung zu treffen. Und an ihr halten wir fest“, so Eckhoff.

Bürger, die ihren Kleiderschrank auf Vordermann bringen, sich von der einen oder anderen Textilie trennen und diese dem Roten Kreuz spenden möchten, hätten als Alternative zur Straßensammlung jetzt aber ja die Möglichkeit, diese in die Sammelcontainer abzulegen oder eben direkt im Shop im Solferino-Haus in Bremervörde abzugeben. Zu folgenden Öffnungszeiten ist letzteres möglich:  Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Montag und Mittwoch von 14 bis 17 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr (feiertags geschlossen).

Durch den Verkauf der Textilien an ein Verwertungsunternehmen oder Weitergabe gegen an Kunden der Kleidershops (in Zeven betreibt das DRK einen weiteren) erzielt das gemeinnützige DRK Einnahmen, die die Hilfsorganisation für die Wahrnehmung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben benötigt. So beteiligt sich das Rote Kreuz am Katastrophenschutz, finanziert die Aus- und Fortbildung der gut 100 Ehrenamtlichen aus den Bereitschaften Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven und stellt entsprechende Fahrzeuge und Materialien bereit. Die jährlichen Ausgaben des DRK im Altkreis Bremervörde allein für den Bereich Katastrophenschutz belaufen sich laut Eckhoff auf jährlich knapp 100.000 Euro.

FuD: wichtige Hinweise für die Einzel- und Gruppenbetreuung

Bremervörde. Durch die Corona-Pandemie war dem Familienunterstützenden Dienst (FuD) des DRK-Kreisverbandes Bremervörde e. V. eine Einzel- oder Gruppenbetreuung im häuslichem Umfeld und der Freizeit seit dem 16. März nur noch eingeschränkt oder teilweise gar nicht mehr erlaubt. Aufgrund der aktuellen Entscheidungen von Bund und Ländern ist es uns jetzt möglich, nach und nach unsere Angebote, wenn auch in veränderter Form, wieder anzubieten. Damit auch weiterhin die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln der Angebote umgesetzt werden können, hat FuD-Leiterin Meike Wittenberg zur Unterstützung ein Merkblatt (hier) mit den entsprechenden Inhalten zusammengestellt.

Eckhoff bittet, Kleiderspenden bis auf Weiteres zu verschieben

Bremervörde. Der DRK-Kreisverband Bremervörde appelliert erneut und nachdrücklich an die Bevölkerung, bis auf Weiteres von Kleiderspenden abzusehen und diese vorerst bei sich zu Hause zu belassen. Das gelte sowohl für die Ablage in die gut 50 über den Altkreis Bremervörde verteilten Sammelcontainer des Roten Kreuzes als auch für die Abgabe in den DRK-Kleidershops in Bremervörde und Zeven.

Hintergrund ist laut Geschäftsführer Rolf Eckhoff, dass die Sortierwerke, mit denen das hiesige Rote Kreuz in puncto Abnahme und Wiederverwertung des Spendengutes zusammenarbeite, an ihre Grenzen stießen, die Textilien zwischenzulagern - und überdies die erforderlichen Arbeiten mit einem pandemiebedingt verkleinertem Team und auch nur an wenigen Tagen in der Woche durchführen müsse.

„Wenn wir außerdem bereits jetzt schon bekanntgeben, dass wir auch die nächste, eigentlich erst für Oktober geplante Altkleider-Straßensammlung nicht werden durchführen können, zeigt das, wie dringlich unser aktueller Aufruf ist“, so Eckhoff.

Der DRK-Chef bittet die spendenwillige Bevölkerung um Geduld und darum, die eigentlich für den Altkleidercontainer oder die Kleidershops vorgesehen Textilien aufzubewahren und zu einem späteren Zeitpunkt dem Roten Kreuz zur Vergügung zu stellen. Denn: Durch den Verkauf der Textilien an ein Verwertungsunternehmen oder Weitergabe gegen „kleines Geld“ an Kunden der Kleidershops (seit Anfang Mai unter Auflagen wieder geöffnet) erziele das gemeinnützige DRK Einnahmen, die die Hilfsorganisation für die Wahrnehmung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben benötige.

So beteiligt sich das Rote Kreuz am Katastrophenschutz, finanziert die Aus- und Fortbildung der gut 100 Ehrenamtlichen aus den Bereitschaften Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven und stellt entsprechende Fahrzeuge und Materialien bereit. Die jährlichen Ausgaben des DRK im Altkreis Bremervörde allein für den Bereich Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe belaufen sich laut Eckhoff auf jährlich knapp 100.000 Euro.

Aderlass an ungewohnter Stelle

Bremervörde. An ungewohnter Stelle findet der nächste Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bremervörde am Dienstag nach Pfingsten, 2. Juni, statt. Nämlich: im DRK-Katastrophenschutzzentrum im Solferino-Haus (Gutenbergstraße 2, ehemals A.T.U). Zwischen 15 und 19.30 Uhr haben Spendewillige dort Gelegenheit, eine gute Tat zu vollbringen.

Ursprünglich sollte der bereits weit vor der Corona-Pandemie „eingetütete“ Termin im DRK-Haus am Großen Platz und in Kooperation mit der benachbarten Seniorenpflegeheim-Einrichtung stattfinden. „Diese Planung hat sich aufgrund der aktuellen Lage aber ja längst erledigt. Und da auch unser langjähriges Spendelokal, die Schule am Mahlersberg, an diesem Tag aus organisatorischen Gründen nicht zur Verfügung steht, musste eine Alternative her“, berichtet Stephan Jeschke (DRK-Ortsvereinsvorsitzender und -Öffentlichkeitsarbeit).

Und die wurde gefunden. Wie eingangs erwähnt, findet die Blutspende am Dienstag nach Pfingsten in der leergeräumten Fahrzeughalle der DRK-Bereitschaft im Solferino-Haus statt. Jeschke erinnert daran, dass der Besuch von Blutspendeterminen allgemein nicht den Bestimmungen der aktuellen Kontaktbeschränkungen unterliegt, weil die Versorgung von Patienten mit lebensnotwendigen Blutpräparaten eben trotz der Corona-Lage aufrechterhalten werden muss.

Jedoch seien die durch die Behörden erlassenen Ausnahmegenehmigungen zur Durchführung mit strikt einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen verbunden - unter anderem Desinfektionsstationen, Messung der Körpertemperatur schon beim oder vor Betreten des Spendelokals, alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter tragen einen Mundschutz (für die Spender, die keinen eigenen Mundschutz besitzen, geben die Mitarbeiter des Blutspendedienstes Schutzmasken aus), Aufbau der Spendeliegen mit Sicherheitsabstand, Warteschlangen sollen durch zusätzliches Personal vermieden werden, Buffet wird durch die Ausgabe von Lunchpaketen ersetzt (um die Verweildauer im Spendelokal auf das notwendigste Maß zu reduzieren).

Weitere Blutspendetermine für Bremervörde und umzu sind im Internet nachzulesen unter www.drk-bremervoerde.de (Angebote/Bevölkerungsschutz und Rettung/Blutspende). Nähere Auskünfte zur Blutspende allgemein gibt es von Montag bis Freitag von 8 bis 17.30 Uhr unter der kostenlosen Service-Hotline mit der Rufnummer 0800 11 949 11.

Ab Juni wieder Erste-Hilfe-Kurse

Bremervörde. Ab Juni finden beim DRK-Kreisverband Bremervörde wieder Erste-Hilfe-Kurse statt. Darauf weisen Geschäftsführer Rolf Eckhoff und die für die Ausbildung der Bevölkerung in Erste-Hilfe-Kenntnisse beauftragte Andrea Grabau hin. Die unterschiedlichen Kurstermine mit der bequemen Möglichkeit zur Anmeldung per Mouseklick und Informationen über freie Plätze sind im Internet nachzulesen unter www.drk-bremervoerde.de (unter der Rubrik Kurse).

Teilnehmer müssen am Kurstag selbstredend gesund und frei von Atemwegssymptomen und/oder Fieber sein. Die Kurse werden in Zeiten der Corona-Pandemie mit Abstandsregeln und mit hohen Hygienestandards durchgeführt. Rolf Eckhoff und Andrea Grabau bitten künftige Teilnehmer deshalb um Verständnis dafür, dass die Gebühren für die sich auf circa acht Zeitstunden erstreckenden Kurse pro Teilnehmer um zehn Euro auf jetzt 45 Euro angehoben werden müssen. „Die Bestimmungen verpflichten uns zu einer kostenintensiven Flächendesinfektion unserer Räume, in denen die Lehrgänge stattfinden“, berichtet Eckhoff.

Außerdem, so der Geschäftsführer weiter, könnten je nach Größe des Lehrgangsortes aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände im Durchschnitt lediglich acht bis zehn statt der üblichen 16 Personen (deren Teilnahmegebühren dem DRK in der Endabrechnung folglich fehlen) die Kurse besuchen. „Wenn wir an den alten Gebührensätzen festhalten, können wir nicht mehr kostendeckend arbeiten. Zu Wirtschaftlichkeit sind wir als gemeinnützige Organisation gemäß unserer Vereinssatzung aber verpflichtet“, verdeutlicht Eckhoff.

Von künftigen Teilnehmern zu den Kursen mitzubringen sind: eigene Mund-Nasen-Bedeckungen, Einweghandschuhe (mindestens fünf Paar) und - wenn vorhanden - eine Schutzbrille. Für die Schulungen von Ersthelfern im Betrieb sei laut DRK die Bereitstellung einer persönlicher Schutzausrüstung gemäß Arbeitsschutzgesetz Pflicht des den Ersthelfer entsendenden Unternehmens.

 

Osterholzer zeigen sich beeindruckt

Vertreter des benachbarten DRK-Kreisverbandes besuchen Rotkreuz-Kleidershop Bremervörde

Bremervörde. Über Besuch aus dem benachbarten DRK-Kreisverband Osterholz freuten sich jüngst der hiesige Rotkreuz-Geschäftsführer Rolf Eckhoff, dessen Assistent Oliver Lütjen sowie Silke Seidler, hauptamtliche Leiterin des Bremervörder Kleidershops im Solferino-Haus in der Gutenbergstraße. Dorthin hatten sich die Osterholzer auf den Weg gemacht, um einen Einblick in die Konzeption und die Praxis des Shops zu bekommen.

Der Osterholzer DRK-Geschäftsführer Patrick Grotheer und dessen Mitarbeiterin Isa Hassler-Röhrmann (Ehrenamtskoordination) zeigten sich ob der ansprechenden Warenpräsentation und professionellen Führung beeindruckt von der Einrichtung. Eckhoff hatte zuvor die Entwicklung der über Jahrzehnte ursprünglich im Keller der Bremervörder Rettungswache „versteckten“ Kleiderkammer hin zu einem modernen und von der Öffentlichkeit gut wahr- und angenommenen Kleidershop Revue passieren lassen.

Auch wenn der Shop mit dem Slogan „Mode für Jedermann“ beworben werde und zunehmend Kunden diesen auch aus ökologischen Gründen (Stichwort: Nachhaltigkeit) frequentierten: „Viele unserer Kunden sind darauf angewiesen, dass sie bei uns ausnahmslos gut bis sehr gut erhaltene Kleidung mehr oder weniger zum Symbolpreis erhalten“, so Eckhoff gegenüber den Osterholzer Rotkreuzlern, die bislang zwei althergebrachte Kleiderkammern in ihrem Verbandsgebiet betreiben.

Das Rote Kreuz im Altkreis Bremervörde sei, so Eckhoff, stolz darauf, ein solches Angebot vorhalten zu können und dankbar all denen, die sich einerseits ehrenamtlich (zusammen mit einem weiteren DRK- Shop in Zeven etwa 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) engagierten, andererseits - ob Privatperson oder Firmen - Kleiderspenden zur Weitergabe zur Verfügung stellten.

Die Erlöse aus dem Kleidershop ermöglichten es dem DRK, weitere wichtige und ebenfalls durch das Ehrenamt getragene gemeinnützige Hilfsangebote zu bieten beziehungsweise die circa 100 Frauen und Männer zählende Katastrophenschutzeinheiten in Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven vorzuhalten.

„In eine sehr gefährliche Lage geraten“

Bremervörde. Jährlich wird am 8. Mai der Weltrotkreuztag als inoffizieller Gedenk- und Feiertag begangen. Dieser geht zurück auf das Leben und Wirken des am 8. Mai (1828) geborenen Gründers dieser internationalen Bewegung: auf den Schweizer Friedensnobelpreisträger Henry Dunant, der im Juni 1859 während einer Geschäftsreise zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino in der Nähe des Gardasees (Norditalien) wurde - ein Ereignis, das 1863 schließlich zur Gründung des Roten Kreuzes führte. Nachfolgend ein Interview über die Herausforderungen des Kreisverbandes Bremervörde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Corona-Zeiten mit Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff.

Herr Eckhoff, wie haben die Bürger sich das vorzustellen und welche Mechanismen greifen im Zusammenspiel zwischen Landkreis Rotenburg als kommunal zuständiger Katastrophenschutzbehörde und Hilfsorganisationen wie DRK, wenn plötzlich eine Pandemie um sich greift, systemsrelevante Strukturen wie die des Rettungsdienstes oder Pflegetätigkeiten aber ja aufrechterhalten werden müssen?

Im konkreten Fall haben wir natürlich zunächst unsere eigenen Kernaufgaben wie den Rettungsdienst, die ambulante Pflege sowie die Tagespflegen aber auch die Kindertagesstätten und den Familienunterstützenden Dienst im Fokus gehabt. Parallel dazu hat uns der Landkreis unter der Führung von Landrat Hermann Luttmann Anfang März zu einem ersten Abstimmungsgespräch eingeladen. Für unseren Kreisverband waren neben mir und Rettungsdienstleiter Dirk Richter unser Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rothgeber, der Beauftragte für den Katastrophenschutz Sven Hagemann sowie der Zugführer unseres Einsatzzuges Chris Knoblauch Teilnehmer des Gespräches. Die drei letztgenannten, ehrenamtlich für unseren Kreisverband tätigen Führungskräfte der Bereitschaften waren dann teilweise über mehrere Wochen im Krisenstab des Landkreises mit der Erstellung eines Pandemieplanes und den sich daraus ergebenden Fragestellungen zur Bewältigung der Krise beschäftigt und haben wertvolle Arbeit geleistet.

Hygiene - ein Begriff, der sowohl im Rettungsdienst als auch in der Pflege schon ohne Pandemie eine bedeutende Rolle zukommt. Wie haben Sie die Diskussionen um die Verknappung von Mund-Nasen-Schutz, Schutzkittel und Desinfektionsmittel in Ihrem Verband erlebt?

Das ist sicher ein sehr wichtiges Thema, das wir - und damit meine ich nicht uns als konsumierende Hilfsorganisation, sondern die medizinische Versorgungsinfrastruktur unseres Landes - aufgreifen müssen. Die Bundespolitik hat dahingehend schon klare Aussagen getätigt, denn es zeigte sich ja mehr als deutlich, dass wir aufgrund einer rein betriebswirtschaftlichen Ausrichtung im Gesundheitswesen in eine sehr gefährliche Lage geraten sind. Zur Zeit beruhigt sich die versorgungstechnische Situation - und darüber bin ich auch überhaupt nicht böse, denn in den zurückliegenden Wochen gab es sicher keinen einzigen Tag, an dem ich nicht auf die Versorgung mit Mundschutz, Desinfektionsmittel oder Schutzkitteln angesprochen wurde.

Worin liegen die besonderen Herausforderungen mit Blick auf die sechs Kindertagesstätten in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt, die unter der Regie des DRK betrieben werden, zu den vom Roten Kreuz vermittelten Schulassistenzen und schließlich zu den Familienhebammen, die Sie im Auftrag des Landkreises in die Haushalte junger Mütter und Väter entsenden?

Für unsere geschlossenen Kindertagesstätten haben wir mittlerweile in allen Einrichtungen Notgruppen eingerichtet. Für die Kinder von Beschäftigten der sogenannten kritischen Infrastruktur galt das schon seit Anfang der Schließung. Zu allen anderen Kindern und Eltern haben wir telefonisch oder per sozialen Medien Kontakt aufgenommen und gehalten. Gleiches gilt für die von unseren Schulassistentinnen betreuten Kinder. Und nicht zu vergessen die jungen Mütter und Väter mit ihren Kindern, die durch unsere Familienhebammen betreut werden. Wenn die Betreuung in den Kitas und Schulen weiter ausgeweitet wird, müssen wir aber gerade in diesem sehr sensiblen Bereich bedenken, dass die Hygiene- und Abstandsregeln deutlich schwieriger umzusetzen sein werden.

Die unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes Bremervörde vereinten 16 Ortsvereine des Roten Kreuzes sowie organisationsungebundene Interessengemeinschaften kommt die wichtige Aufgabe der Organisation und Begleitung der Blutspende zu. Obwohl vereinzelnd Termine abgesagt werden mussten, dürfte die Resonanz der Spender Sie erfreut haben.

Der Besuch der ebenfalls systemrelevanten Blutspendetermine unterliegt nicht dem Kontaktverbot und die Termine finden weiter unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt, für deren Einhaltung gegenwärtig aber unter anderem auch ein höherer Personalbestand erforderlich ist. Wenn parallel beispielsweise zu dem am 30. März leider nicht stattgefundenen Blutspendetermin in Bremervörde am gleichen Tag 21 weitere Termine des Blutspendedienstes in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen angesetzt sind, müssen die Verantwortlichen angesichts des verhandenden Personal entscheiden, welche Termine besetzt werden können und welche nicht. Aus diesem Grund fand Bremervörde nicht statt. An solchen Stellen bekommt der Begriff Fachkräftemangel ein ganz konkretes Gesicht. Zur Eingangsfrage: Ja, wir hatten in den ersten Wochen der Krise auf den Terminen durchschnittlich 15 bis 20 Prozent mehr Zulauf als üblich. Nach allem, was ich höre, hat sich die Spendebereitschaft mittlerweile weitestgehend normalisiert.

Nehmen Sie für die rund 450 hauptamtlich Beschäftigten des DRK-Kreisverbandes Bremervörde etwas Positives aus dieser Krise mit, das sich bewährt hat und das Sie auch in der Zukunft so praktizieren wollen? Zur Organisation der Arbeitsabläufe haben Sie sich ja wahrscheinlich einiges einfallen lassen müssen. Stichwort: Videokonferenzen, Telefonkonferenzen und dergleichen.

Das stimmt. Ich denke, wir werden in Zukunft noch häufiger digitale Kommunikationsmittel einsetzen, zumal wir mit unseren verschiedenen Aufgabenfeldern teilweise im gesamten Gebiet des Landkreises Rotenburg tätig sind und somit für Besprechungen häufig lange Wegezeiten anfallen. Was ich aber als wirklich außerordentlich positiv aus den zurückliegenden Wochen mitnehme, ist der sehr große Zusammenhalt und die stetige Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeiter und, nicht zu vergessen, auch der vielen Ehrenamtlichen, insbesondere im Katastrophenschutz und der Blutspende. Alle stehen sehr verantwortungsvoll zu ihren Aufgaben innerhalb unserer Organisation. Das bestärkt mich auch darin, dass wir alle gemeinsam diese Krise selbst bei möglichen Rückschlägen meistern werden - etwa bei einer zweiten Welle der Pandemie. 

Zutritt nur für Einzelpersonen

Bremervörde/Zeven. Nach mehrwöchiger Schließung hat sich der DRK-Kreisverband Bremervörde dazu entschlossen, seine Kleidershops in Bremervörde und Zeven ab Montag, 4. Mai, wieder zu öffnen - „unter strengen Bedingungen, die logischerweise der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus entsprechen und eingeschränkten Öffnungszeiten“, wie Geschäftsführer Rolf Eckhoff betont.

Wichtig: Es werde lediglich Einzelpersonen Zulass zu den Shops in der Gutenbergstraße 2 (Solferino-Haus) in Bremervörde beziehungsweise in der Godenstedter Straße 59 (DRK-Haus) in Zeven gewährt - selbstredend nur mit Mund- und Nasenschutz und unter Einhaltung der Mindestabstandsregelung, sowohl im Ladeninneren als auch vor dem Shop. „Gruppen- oder Familienausflüge in unsere Kleidershops kann und darf es nicht geben“, unterstreicht Eckhoff. In den Shops selbst dürfte sich aufgrund der räumlichen Bedingungen nur eine begrenzte Zahl an Kunden zeitgleich aufhalten. Personen mit Erkältungssymptomen erhielten keinen Zutritt.

Die bis auf Weiteres geltenden Öffnungszeiten des DRK-Kleidershops Bremervörde ab Montag, 4. Mai: Montag- und Freitagvormittag (jeweils 9 bis 12 Uhr) sowie Mittwochnachmittag (14 bis 17 Uhr); die Öffnungszeiten des DRK-Kleidershops Zeven: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, außerdem mittwochs von 14 bis 17 Uhr.

DRK bittet um Aufschub von Kleiderspenden

Bremervörde. Frühjahrsputz - eine willkommene Gelegenheit, den Kleiderschrank auf Vordermann zu bringen, sich von der einen oder anderen Textilie zu trennen und diese dann dem Roten Kreuz zu spenden. Nachdem die für Ende März vorgesehene Straßensammlung in Folge der Corona-Pandemie abgesagt werden musste und auch die Kleidershops in Bremervörde und Zeven geschlossen wurden, bitte das DRK die Bevölkerung jetzt, ihre Altkleider zunächst weiter zu Hause lagern.

Denn: Den DRK-Kreisverband Bremervörde erreichen Meldungen, wonach die mit dem Roten Kreuz zusammenarbeitenden Kleiderverwertungsbetriebe ihre Kapazität in erheblichem Maße reduzieren müssen, da die zuarbeitenden Erfassungs- und Sortierunternehmen ihre Arbeit aufgrund der von der Bundesregierung schon vor Wochen erlassenen Einschränkungen stark eingeschränkt haben.

Um eine geregelte Abnahme der anfallenden Alttextilmengen sicherstellen zu können, werden die mehr als 50 im Altkreis Bremervörde aufgestellten und eindeutig dem DRK zuzuordnenden Altkleidercontainer nur eingeschränkt gelehrt. Darauf weist Geschäftsführer Rolf Eckhoff hin, der die Bevölkerung bittet, deren für das Rote Kreuz gedachte Kleiderspende vorerst - wenn möglich - weiter zu Hause aufzubewahren, bis die in den kommenden zwei bis vier Wochen wieder vorgesehene Leerung der Altkleidercontainer bevorsteht - oder die Kleidershops wieder geöffnet werden.

Durch den Verkauf der Textilien an ein Verwertungsunternehmen oder Weitergabe gegen „kleines Geld“ an Kunden der Kleidershops erzielt das gemeinnützige DRK Einnahmen, die die Hilfsorganisation für die Wahrnehmung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben benötigt. So beteiligt sich das Rote Kreuz am Katastrophenschutz, finanziert die Aus- und Fortbildung der gut 100 Ehrenamtlichen aus den Bereitschaften Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven und stellt entsprechende Fahrzeuge und Materialien bereit. Die jährlichen Ausgaben des DRK im Altkreis Bremervörde allein für den Bereich Katastrophenschutz belaufen sich laut Rolf Eckhoff auf jährlich knapp 100.000 Euro.

Blutspenden - vom Kontaktverbot ausgenommen

Bremervörde. Seit Wochenbeginn besteht in der Bundesrepublik Deutschland ein Kontaktverbot, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Der Besuch von (aktuell unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen abzuhaltenden) Blutspendeterminen  unterliegt diesem Kontaktverbot nicht. Darauf weist der DRK-Kreisverband Bremervörde unter Berufung auf eine Mitteilung des für Niedersachsen zuständigen DRK-Blutspendedienstes hin.

Hintergrund ist die Aufrechterhaltung des medizinischen Versorgungsauftrages des Roten Kreuzes - sprich: die Belieferung von Krankenhäusern mit lebenswichtigen Blutpräparaten. Da täglich weiter Blutspenden für die Versorgung von Patienten in Therapie und bei Notfällen benötigt werden, fänden die Blutspendetermine in aller Regel weiter statt. 

Bei den Blutspendeterminen stehen für den Blutspendedienst die Sicherheit der Spender, Mitarbeiter und Helfer an vorderster Stelle. Termine, die räumlich nicht die neuen Standards zur Abstandshaltung erfüllten, würden aktuell geprüft und gegebenenfalls abgesagt. Aufgrund der dynamischen Lage bittet der DRK-Blutspendedienst Spender, bevor sich diese auf den Weg ins Spendelokal machten, sich im Internet (www.blutspende-leben.de/blutspendetermine) zu vergewissern, ob der Termin wie angekündigt stattfinde. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich unter der kostenlosen Telefonhotline (Rufnummer 0800/11 949 11) schlau zu machen.

Schon vor Verhängung des Kontaktverbotes durch die Bundesregierung fanden die Spendetermine in jüngster Vergangenheit unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt: Abstand zwischen Menschen und Spendeliegen, Temperaturmessung noch vor der Registrierung, Desinfektionstationen für die Hände und ein reduzierter Spenderimbiss (Lunchpakete zur Mitnahme) - letzteres, um die Aufenthaltszeit der Spender im Spenderlokal so gering wie möglich zu halten.

Nach Kenntnisstand von Stephan Jeschke (Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Ehrenamtskoordination im DRK-Kreisverband Bremervörde) sei die Bereitschaft der Bevölkerung, auch gerade in Krisenzeiten Blut zu spenden, groß. Dies könne bei den Terminen unter Umständen zu Wartezeiten und -schlangen führen. Genau wie im „richtigen Leben“ sei aber auch dabei der Körperabstand  von 1,50 Meter einzuhalten.

Das DRK weißt darauf hin, dass Blutspender auf den Terminen bei der Anmeldung laut Richtlinie der Bundesärztekammer seit längerer Zeit schon ihre Identität nachweisen müssen - entweder durch ihren Personalausweis, Führerschein oder Reisepass. Sozialversicherungsausweis, Krankenver-sicherungskarte, Firmenausweis, Schüler- oder Studentenausweise oder ähnliche Dokumente dürften bei der Registrierung hingegen nicht akzeptiert werden.

So reagiert das DRK auf Corona

Bremervörde. Die Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Bremervörde am Großen Platz in Bremervörde ist seit Montag für Publikumsverkehr geschlossen, Beratungen zu Hilfsangeboten und sozialen Dienstleistungen sind derzeit nur auf telefonischem Wege (Tel.: 04761/99370) und postalisch beziehungsweise per E-Mail ( info@drk-bremervoerde.de) möglich. DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff hat gegenüber der Redaktion der Bremervörder Zeitung erläutert, was die Corona-Krise konkret für alle DRK-Angebote bedeutet - vom „Voralarm“ für die Bereitschaften bis hin zur Versorgung und der Betreuung von Corona-Patienten im Bedarfsfall.

 

 

  • Geschäftsstelle am Großen Platz in Bremervörde seit Montag für Publikumsverkehr geschlossen, Beratung zu den vielfältigen Hilfsangeboten und sozialen Dienstleistungen derzeit nur auf telefonischem Wege (04761-99370) und postalisch bzw. per Mail (info@drk-bremervoerde.de) möglich
  • somit ruhen auch alle Aktivitäten im Veranstaltungsraum im Erdgeschoss (Kartenspieler, Seniorennachmittag, Seniorentanz- und gymnastik, Alzheimer-Selbsthilfegruppe, Jugendrotkreuz, Handarbeitsgruppe/Stricken für Krebspatienten) sowohl des DRK-Kreisverbandes als auch des DRK-Ortsvereins Bremervörde mit Mitgliedern und externen Teilnehmern, auch bei den übrigen 15 DRK-Ortsvereinen im Altkreis Bremervörde
  • Die derzeit sechs vom DRK-Kreisverband Bremervörde betriebenen Kindertagesstätten in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt sind geschlossen, Notgruppen werden bei Bedarf eingerichtet
  • niedrigschwellige Beratungs- und Betreuungsangebot in den vom DRK-Kreisverband Bremervörde betriebenen Mehrgenerationenhäusern in Oerel und Zeven sowie im DRK-Familienzentrum in Zeven werden bis auf weiteres ausgesetzt
  • die Kleidersammlung des DRK im Altkreis Bremervörde am 27./28. März sind abgesagt (weil die das DRK maßgeblich unterstützenden Feuerwehren derzeit angehalten sind, ausschließlich Brandeinsätze zu fahren und ansonsten die Aktivitäten ruhen zu lassen, um ihre für insbesondere in Krisenzeiten notwendige Infrastruktur nicht zu gefährden), außerdem sind die vom DRK betriebenen Kleidershops in Bremervörde und Zeven geschlossen
  • Schulung der Bevölkerung in Erster Hilfe bis zunächst 30. April ausgesetzt
  • Der Ambulante Pflegedienst der Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle (Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführung DRK) ist eine Einrichtung des Gesundheitswesens und muss weiterbetrieben werden. Die Tagespflegen in Oerel und Bevern werden am morgigen Mittwoch, 18. März, ebenfalls geschlossen. Analog zur Regelung der Kindertagesstätten ist eine Notbetreuung vor Ort möglich.
  • Rettungsdienst: Die rund 160 Mitarbeitenden bilden die größte Beschäftigungsgruppe innerhalb innerhalb des DRK-Kreisverbandes Bremervörde (knapp 450 Mitarbeiter). Sie sind genau wie die Kolleginnen und Kollegen in der Pflege für die augenblickliche Situation in besonderem Maße sensibilisiert (Abstand halten, kein Händeschütteln), die Einhaltung von Hygiene-Regeln gehören aber unabhänging von der aktuellen Lage ohnehin zum beruflichen Alltag
  • Am Wachenstandort Zeven hat das DRK einen zusätzlichen Krankentransportwagen (KTW) stationiert, der über die Rettungsleitstelle Zeven zum Transport von Corona-Patienten angefordert werden kann. Besetzt wird dieses Fahrzeug von ehrenamtlichen DRK-Mitarbeitern aus den Bereitschaften Bremervörde, Gnarrenburg, Zeven und Tarmstedt. Die Bereitschaften befinden sich laut DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff in Voralarm und werden im Bedarfsfall für die Betreuung und Versorgung von sich in Quarantäne befindlichen Corona-Patienten mit Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfes zur Verfügung stehen, sofern sie in ihrer hauptberuflichen Tätigkeit abkömmlich sind. Dieser Personalpool umfasst circa 80 bis 90 Ehrenamtliche.
  • Blutspenden: Der in Berlin ansässige DRK-Bundesverband stellt mit seinen sechs regionalen Blutspendediensten mehr als 70 Prozent der Blutversorgung in der Bundesrepublik Deutschland sicher, beobachtet die aktuelle Lage sehr aufmerksam und steht in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Die Verantwortlichen des für Niedersachsen zuständigen Blutspendedienstes teilen mit, wer gesund und fit sei, könne Blut spenden. Auf den Terminen herrschten hohe hygienische Standards. Und um die Verweildauer der Spender im Spenderlokal zu reduzieren, werde überlegt, bei der Verköstigung auf Lunch-Pakete umzustellen. DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Eckhoff weiß: „Es muss im Prinzip täglich neues Blut gespendet werden, um die Patientenversorgung in den Krankenhäusern abzusichern, weil einige Blutpräparate nur über einen kurzen Zeitraum haltbar sind.“ Ansonsten könne es schnell zu Engpässen kommen und infolgedessen in solchen Momenten Operationen oder Therapien nicht durchgeführt werden können - was in erster Linie Krebspatienten träfe, die auf die kontinuierliche Gabe von aus Spenderblut gewonnene Blutpräparaten angewiesen seien.

 

Wichtiger Beitrag für die Zukunft Beverns

Bevern. Eine außerordentliche Resonanz erfuhr der Tag der offenen Tür bei der offiziell eröffneten und drei Tage später in Betrieb genommen Tagespflege in Bevern. Sehr zur Freude von Rolf Eckhoff (Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bremervörde und der Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle), der auch ein großes Interesse der Besucher an den ab sofort für Mieter zur Verfügung stehende Wohnungen mit Serviceleistungen (Betreutes Wohnen) vernahm.

„Ich hatte gehofft und mir insgeheim auch gedacht, dass dieser Tag gut angenommen wird. Dass es aber soviele Besucher sein würden, hat mich doch schon ein bisschen überrascht. Das fand ich überragend“, zog Eckhoff ein mehr als zufriedenstellendes Resümeé.

Was ihn besonders gefreut haben: Die in persönlichen Gesprächen geäußerte Rückmeldung vieler Beverner, dass das Rote Kreuz als Bauherr und die Sozial- und Pflegestation als Betreiberin der Tagespflege etwas Zukunftsweisendes und für die ältere Generation Hilfreiches geschaffen habe.

Ins gleiche Horn stießen am Freitagvormittag bei der Eröffnung die Grußwortredner aus Politik und Verwaltung. Ortsbürgermeister Matthias Betz etwa sagte, das Gemeinsame, das von einer Tagespflege für deren Gäste ausgehe, sei für die Gemeinschaft eines Ortes wie Bevern unerlässlich. Dass auf dem Grundstück, auf dem die Einrichtung und die Wohnungen in den zurückliegenden elf Monaten errichtet wurden, 1986 die 1.000-Jahr-Feier stattfand, sei ein Sinnbild dafür.

DRK-Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Sozial- und Pflegestation Frank Pingel brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Kosten- und Zeitplan vollumfänglich im Rahmen geblieben sei. Ausdrücklich dankten er und Eckhoff den bauausführenden Firmen für deren geleistete Arbeit sowie insbesondere auch den Bremervörder Architekten Ulrike Buttkus und Armin Hellwege. Sie überreichten Eckhoff einen symbolischen Schlüssel, den der Geschäftsführer wiederum an Pflegedienstleiterin Doris Blank weitergab. Frank Pingel ist nun voller Hoffnung, dass Tagespflege und Mietwohnungen „gut bevölkert“ werden und eine gute Zukunft in Bevern vor sich haben.

Daran hat Rotenburgs stellvertretender Landrat Erich Gajdzik (Elm) keinen Zweifel. „Schon 2010 gab es in Deutschland mehr Leute, die in Rente gehen, als Schulabgänger. Und wie wir wissen, wird sich die Bevölkerungsstruktur weiter stark verändern“, so Gajdzik. Tagespflegen generell seien eine ideale Ergänzung ambulanter Pflegedienstleistungen und förderten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf pflegender Angehöriger. „Und für Bevern ist eine solche Einrichtung ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Ortschaft“, richtete Gajdzik seinen Blick auch in Richtung Betz.  

Uwe Matthias, stellvertretender Stadtbürgermeister und zusammen mit Erster Stadträtin Dr. Silke Fricke und Oerels Gemeindebürgermeister Stephan Meyer als Aufsichtsräte der Sozial- und Pflegestation bei der Eröffnung zugegen, zeigte sich nach einem Rundgang mit DRK-Ehrenvorsitzenden Rainer Brandt von dem auf knapp 6.000 Quadratmetern Fläche Geschaffenen beeindruckt und richtete sich anschließend voller Anerkennung direkt an Rolf Eckhoff: „Als sie uns vor mehr als zwei Jahren die Pläne für das Bauvorhaben vorgestellt haben, haben Sie nicht zu viel versprochen“.

Neues Angebot schließt eine Lücke

Bevern. Hocherfreut zeigen sich die Verantwortlichen des Bremervörder Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) um Präsident Frank Pingel und Geschäftsführer Rolf Eckhoff. Denn: Die offizielle Inbetriebnahme der Tagespflege durch die Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle sowie des Betreuten Wohnens in Bevern am Montag, 3. Februar, steht nach weniger als einem Jahr Bauzeit unmittelbar bevor.

Zunächst jedoch steht am Freitag, 31. Januar, eine Feierstunde für geladene Gäste auf der Tagesordnung, ehe im Ansschluss interessierte Bürger den Tag - oder besser: Nachmittag - der offenen Tür (14 bis 17 Uhr) zur „Abnahme“ nutzen können.

„Wir haben das ehrgeizig gesteckte Ziel, mit der Einrichtung spätestens Anfang Februar ans Netz gehen zu können, vollumfänglich eingehalten. Für die kompetente Begleitung dieses Projektes gilt unser ganzer Dank deshalb den Bau ausführenden Firmen, Architekten und Planern, der Stadt Bremervörde und dem Landkreis Rotenburg in Sachen Bauleitplanung sowie dem Gesundheitsamt als zuständige Fachaufsichtsbehörde für Pflegeeinrichtungen“, unterstreicht Rolf Eckhoff.

In dem Wissen, dass für die vor vier Jahren in Betrieb genommene Tagespflege in Oerel schon bald nach ihrer Eröffnung eine Warteliste eingeführt wurde und Tagesgäste aus dem östlichen Teil der Stadt Bremervörde (Elm, Hesedorf, Bevern) mitunter zeitintensive Fahrten durch den Stadtverkehr mit dem Hol- und Bringdienst in Kauf nehmen mussten, wurde beim DRK-Kreisverband Bremervörde (Bauherr) im Sommer 2017 die Idee geboren, in Bevern eine weitere Tageseinrichtung zu errichten. Nach dem im April 2018 erfolgten Erwerb des mehr als 6.000 Quadratmeter großen Grundstückes im Bereich Selsinger Straße/Bockeler Ring begannen im Februar/März 2019 schließlich die konkreten Arbeiten. Die Tagespflege wird  - genau wie die in Oerel - werktags geöffnet sein und bietet täglich Platz für bis zu 20 Tagesgäste.  

Ferner hat das DRK auf dem Gelände elf senioren- und behindertengerechte Wohnungen errichtet, die zwischen 50 und 70 Quadratmeter groß sind und deren Mieter DRK-Serviceleistungen (Betreutes Wohnen) in Anspruch nehmen können. Ein Teil der barrierefreien und somit seniorengerechten Wohnungen, die über ein Blockheizkraftwerk geheizt werden, das wiederum für niedrige Mietnebenkosten sorgt, sind schon vermietet. Ansprechpartnerin für weitere Interessenten ist DRK-Mitarbeiterin Ulrike Blank (04761/9937-15).  

Laut DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff zeigt sich, dass immer mehr alte Menschen ein Leben zu Hause dem Aufenthalt in einem Alten- oder Pflegeheim vorziehen, sich jedoch gezwungen sähen, in ein Alten- oder Pflegeheim zu ziehen. Denn: „Die ambulante Versorgung reicht nicht aus. Angehörige sind zwar bereit, ihre alt gewordenen Partner oder Eltern zu pflegen, diese Pflege überfordert sie aber langfristig in ihren zeitlichen, körperlichen und seelischen Möglichkeiten“, weiß Eckhoff.

Die Gestaltung und Umsetzung vernetzter wohnortnaher, gesundheitlicher und pflegerischer   Dienstleistungen für ältere Menschen gewönnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung. Die Zielsetzung, ambulante Pflegekonzepte anzubieten, sei ein erster Schritt, um den Bedürfnissen älterer Menschen im Gebiet der Stadt Bremervörde gerecht zu werden, so der DRK-Geschäftsführer weiter.

Wie Eckhoff ausführt, verfügten die Stadt Bremervörde und die Samtgemeinde Geestequelle über einen überdurchschnittlich hohen Anteil stationärer Pflegeplätze – mehr als 450, verteilt auf acht Altenpflegeheime. Auch die ambulante pflegerische Versorgung sei gewährleistet – drei ambulante Pflegedienste versorgten in einem Umkreis von zehn Kilometern circa 350 Patienten. Mehr als die Hälfte würden von den knapp 35 bei der Sozial- und Pflegestation beschäftigten Fachkräften angesteuert.

Im Vergleich zu anderen Regionen - zum Beispiel dem Landkreis Stade - sei die Versorgung an teilstationären Pflegeeinrichtungen (Tagespflegen) im Raum Bremervörde mit zusammen 33 Tagesplätzen hingegen eher unterdurchschnittlich. Das Angebot einer Tagespflege in Bevern (1.500 Einwohner) mit 20 Plätzen trage schon bald dazu bei, die häusliche Situation pflegebedürftiger Älterer weiter zu stabilisieren. Zusätzlich zu Bremervörde ergänzten dessen Nachbargemeinden Hesedorf (1.800 Einwohner) und Elm (1.500) sowie weitere angrenzende Ortschaften das Einzugsgebiet der künftigen Tagespflege.

Diese wird genau wie die in Oerel über einen hauseigenen Fahrdienst verfügen. Die Einrichtung wird von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. „Es ist gewährleistet, dass während der Öffnungszeit eine examinierte Pflegekraft anwesend ist. Die Einrichtung wird - wie vom Gesetzgeber auch vorgesehen - mit einem Pflegepersonalstellenschlüssel von 1:5 ausgestattet. Der Stellenschlüssel für das Betreuungspersonal beträgt 1:20“, erläutert Eckhoff.

Art und Inhalt der Leistungen richten sich im Grundsatz nach den Rahmenvereinbarungen des Landes Niedersachsen, dem Versorgungsvertrag sowie den Inhalten der Anleitung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) zur Prüfung der Qualität.

Die Leistungen umfassen Grundpflege (untergeordneter Leistungsbereich der Tagespflege), gegebenenfalls die medizinische Behandlungspflege, als Tätigkeitsschwerpunkt die soziale Betreuung in Form sogenannter tagesstrukturierender Maßnahmen (Handarbeiten, Spielen, Seniorentanz und -gymnastik, kleinere Ausflüge, hauswirtschaftliche Tätigkeiten) sowie ärztlich verordnete therapeutische Angebote und Beratung.

Ferner ist die Speise- und Getränkeversorgung vorgesehen, die sich nach dem Nährstoffbedarf der Gäste richtet und individuelle Bedürfnisse auch bei Sonderkost und Diäten berücksichtigt.

„Es ist alles hervorragend in Ordnung“

Brauel. 87 stimmberechtigte Delegierte aus allen 16 Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Bremervörde hatten sich zur Mitgliederversammlung des DRK-Kreisverbandes Bremervörde in den Braueler Gasthof Zur Linde eingefunden, um das Tätigkeitsjahr 2018 Revue passieren zu lassen. „Schwarze Zahlen sagen vor allem eines immer aus: Es wurde gut oder sehr gut gearbeitet“, lautete das Fazit von Heinz Wöltjen.


Wöltjen, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Klenkendorfer Mühle, hatte die Entlastung des Präsidiums um Präsident Frank Pingel (Bremervörde) durch die Mitglieder beantragt. Die Abstimmung darüber fiel eindeutig aus: 100 Prozent Ja-Stimmen, ohne Enhaltungen. Gleiches traf auch für den ebenfalls von Geschäftsführer Rolf Eckhoff vorgelegten Wirtschaftsplan für 2020 zu. Zevens Samtgemeindebürgermeister Henning Fricke gab sein Debüt als Grußwort-Überbringer bei der DRK-Kreisversammlung und bekannte, er finde die Rotkreuzaktivitäten „echt beeindruckend“ - weltweit sowieso, aber auch auf lokaler Ebene.

„Ein doch ziemlich großer Gemischtwarenladen“ mag mancher Zuhörer gedacht haben, als Rolf Eckhoff den Tätigkeitsbericht des DRK-Kreisverbandes für 2018 vortrug. Angefangen über die zur Zeit sechs Kindertagesstätten in Bremervörde, Zeven und Tarmstedt, in denen mehr als 430 Mädchen und Jungen betreut werden (der Bau und Betrieb einer weiteren Kita für Tarmstedt ist in Planung), über die aktuell 44 Schulassistenzen, die Kindern und Jugendlichen mit Handicap den Besuch einer Regelschule ermöglichen, bis hin zur Koordinierungsstelle Familienhebammen, die, seit die Trägerschaft vor fünf Jahren vom Landkreis Rotenburg auf das DRK übertragen wurde, nicht weniger als 423 überwiegend junge bis sehr junge Paare oder Alleinerziehende betreut hat.

Zu den klassischen Hauptaufgabenfeldern des DRK führte Eckhoff aus, die aktuell mehr als 160 Mitarbeiter des landkreisweit tätigen DRK-Rettungsdienstes bildeten innerhalb der 446 Mitarbeiter zählenden hauptamtlichen Belegschaft die größte Gruppe der Beschäftigten. Hinzu kämen knapp 100 Frauen und Männer, die ehrenamtlich über die Katastrophenschutzeinheiten (Bereitschaften, Schnell-einsatzgruppen Rettung, Einsatzzug, Kriseninterventionsteam) aus Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven bei Großschadenslagen und einem sogenannten Massenanfall von Verletzten den erweiterten Rettungsdienst bildeten.

194 Erste-Hilfe-Lehrgänge mit fast 3.000 Teilnehmern (überwiegend betriebliche Ersthelfer) meldete Andrea Grabau als hauptamtliche Ausbildungsbeauftragte nebst fünfköpfigem, ehrenamtlichen Ausbilderteam ihrem Dienstherrn Eckhoff für 2018. Nicht weniger als 123 Blutspendetermine fanden 2018 in 28 Ortschaften des Altkreises Bremervörde statt. Dazu erschienen 10.581 Spender - 157 weniger als im Jahr zuvor.

Eine über Jahre schon steigende Tendenz hingegen beobachtet Eckhoff bei der Vermittlung, Installation und Betreuung von Hausnotrufanschlüssen durch das DRK. Knapp 350 Kunden standen 2018 im Bestand. Und auch die Durchführung des Behindertenfahrdienstes nimmt sprichwörtlich immer mehr Fahrt auf: Im zurückliegenden Jahr schlugen laut Eckhoff 236 Fahrten zu Buche – 41 mehr als 2017.

„Sorgenkind“ ist und bleibt der Menüservice Essen auf Rädern. Die Auslieferung der Speisen, so wird Eckhoff schon seit Jahren nicht müde zu betonen, lasse sich aufgrund der wegen der großen Wegstrecken kostenintensiven Warmauslieferung durch hauptamtliches Personal nicht ansatzweise kostendeckend durchführen. Aber: „Wir sind eine gemeinnützige Hilfsorganisation und kein gewinnorientiertes Wirtschaftsunternehmen und werden dieses Angebot für Menschen, die auf uns angewiesen sind, deshalb aufrechterhalten.“ Und immerhin: Während die Umsätze im Raum Bremervörde laut des Geschäftsführers leicht rückgängig sind, seien sie in Zeven und umzu stark gestiegen.

Zur Nachwuchsrekrutierung führte Eckhoff aus, rund 250 Kinder und Jugendliche würden im Altkreis Bremervörde über das Jugendrotkreuz (JRK) und den Schulsanitätsdienst an die Ideale und praktische Arbeit des Roten Kreuzes herangeführt. Bemerkenswert: Der DRK-Landesverband Niedersachsen habe das Gymnasium sowie die Berufsbildende Schule in Bremervörde sowie die Oste-Hamme-Schule Gnarrenburg zum Ende des Schuljahres 2018/2019 als Preisträger des Wettbewerbes Humanitäre Schule zertifiziert.

Was Eckhoff besonders wichtig war zu betonen: Die Zahl der über die Ortsvereine organisierten Mitglieder sei Dank einer Werbeaktion mit knapp unter 5.000 konstant geblieben. Deren Förderbeiträge und Spenden schlugen in der Gewinn- und Verlustrechnung mit 119.000 Euro zu Buche.

Die Ertragsseite weist (hauptsächlich resultierend aus dem Betrieb des Rettungsdienstes und der Kindertagesstätten) 17,4 Millionen Euro aus, die Aufwandsseite (zu mehr als 80 Prozent bestehend aus Personalkosten) rund 17,2 Millionen Euro. Abzüglich der Bildung von Rücklagen weist die Bilanz (Volumen: 11,5 Millionen Euro, 710.000 Euro mehr als 2017)  für 2018 einen Gewinn von 245,05 Euro aus. 

„Es ist alles hervorragend in Ordnung“, schloss Schatzmeister Johann Heins (Selsingen) seinen  pointiert vorgetragenen Kassenbericht und gab dabei Einblick in die von drei Prüfern des DRK-Landesverbandes Niedersachsen erstellten Expertise über das Zahlenwerk des hiesigen Roten Kreuzes.

Venjakob, Rothgeber und Hagemann bestätigt

Brauel. Dr. Henning Venjakob (Seedorf) bleibt für weitere drei Jahre in seiner Funktion als sogenannter Kreisverbandsarzt Mitglied des Präsidiums des DRK-Kreisverbandes Bremervörde. Er stützt sich dabei auf das 100-prozentige Votum von 87 stimmberechtigen Delegierten aus 16 DRK-Ortsvereinen, die zur Kreisversammlung in Brauel erschienen waren.

Das ranghöchste Beschlussorgan bestätigte ferner die im Vorfeld von den Bereitschaften Bremervörde, Zeven, Tarmstedt und Gnarrenburg vorgenommene Wiederwahl Andreas Rothgebers (Tarmstedt) als Kreisbereitschaftsleiter. Und die Delegierten vernahmen mit Freude, dass das Kreisverbandspräsidium in einer vorangegangenen Sitzung Sven Hagemann (Bremervörde) erneut zum Katastrophenschutz-beauftragten und somit weiteres Mitglied des Präsidiums ernannt hatte.

Vorbehaltlich der für Anfang Dezember zu erwartenden Zustimmung durch das Präsidium des DRK-Landesverbandes Niedersachsen bestätigte die Kreisversammlung außerdem Andrea Grabau (Bremervörde) als neue Kreisleitung Jugendrotkreuz (JRK). Delegierte aus den Ortsvereinen, denen entweder eine Jugendrotkreuz- oder eine Schulsanitätsdienstgruppe angegliedert ist, hatten Grabau Ende August zu ihrer Repräsentantin im Kreisverbandspräsidium gewählt. Die übergeordnete DRK-Instanz aus Hannover muss ihrer Wahl satzungsgemäß jedoch noch zustimmen, weil Grabau auch hauptamtlich für den DRK-Kreisverband Bremervörde tätig ist, nämlich als Ausbildungsbeauftragte im Bereich Erste Hilfe.

Bereits fest im Sattel sitzt Stefan Kniemeyer, der nach ordnungsgemäß intern erfolgter Wahl jetzt während der Kreisversammlung durch Andreas Rothgeber offiziell zum Leiter der Bremervörder DRK-Bereitschaft ernannt wurde.

Eine von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius unterschriebene und von Andreas Rothgeber überreichte Auszeichnungen erhielten  Niclas Kahrs und Stefan Blome sowie in Abwesenheit Lynn Höltge und Andre Lohmann. Sie alle wurden im Herbst 2018 beim Moorbrand in Meppen eingesetzt, um den dort betriebenen „Betreuungsplatz 500 Land Niedersachsen“ sanitätsdienstlich abzusichern.

 

Informationen zur künftigen Tagespflege in Bevern

Bevern. Tagespflege – was ist das eigentlich? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der DRK-Kreisverband Bremervörde im Rahmen einer Informationsveranstaltung, die am Freitag, 29. November, ab 15 Uhr in der Gaststätte „Beverner Schweiz“ (Selsinger Straße 16) in Bevern stattfindet. Hintergrund ist die vom Roten Kreuz für Anfang 2020 geplante Eröffnung der Einrichtung (und als separates Angebot Wohnen mit Serviceleistungen/Betreutes Wohnen), die künftig von der Sozial- und Pflegestation Bremervörde-Geestequelle betrieben wird. Und zwar nach dem Vorbild der bereits Ende 2015/Anfang 2016 in Betrieb genommenen Tagespflege in Oerel. Deren Leiterin Agnes Hildebrandt sowie DRK-Präsident Frank Pingel und -Geschäftsführer Rolf Eckhoff freuen sich, das Projekt interessierten Bürgern aus Bevern und umzu vorstellen zu können.

„Auf den Ernstfall gut vorbereitet“

Bremervörde/Wiepenkathen. Eine rundum positive Bilanz zieht der Tarmstedter Andreas Rothgeber, Kreisbereitschaftsleiter und Präsidiumsmitglied im Bremervörder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), mit Blick auf eine jüngst stattgefundene Katastrophenschutzübung im Stade-Wiepenkathener Gewerbegebiet Ohle Kamp. An dieser waren mehr als 100 Einsatzkräfte aus den DRK-Kreisverbänden Stade, Rotenburg und eben Bremervörde, aber auch von den Stader Ortsgruppen der DLRG (Gesamteinsatzleitung), des THW und der örtlichen Feuerwehr (Verletztendarsteller) beteiligt.

Die Übung zog das Interesse hochrangiger Gäste auf sich – mit Holger Rathjens darunter ein Mitarbeiter des zuständigen Fachministeriums von Landesinnenminister Boris Pistorius, Wolfgang Kasperek (Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz bei der Polizeidirektion Lüneburg als den Landkreisen Rotenburg und Stade vorgesetzte Katastrophenschutzbehörde), der Stader Landrat Michael Roesberg, vom Landkreis Rotenburg Dezernatsleiterin Heike von Ostrowski, Silke Hinze (Leiterin Betrieb Rettungsdienst) und Ordnungsamtsleiterin Martina Karstens, Verbindungsoffiziere der Bundeswehr sowie Kreisbrandmeister Peter Dettmer aus Zeven. Aus den DRK-Führungskreisen zugegen waren Gunter Armonat (Präsident DRK-Kreisverband Stade), Hans Eckert (stellvertretender Vorsitzender DRK-Kreisverband Rotenburg) sowie die Kreisgeschäftsführer Uwe Lütjen (Stade) und Rolf Eckhoff (Bremervörde).

Das Szenario der Übung: ein Zugunglück mit mehreren Dutzend Verletzten. Landkreisseitig wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Hauptamtliche Beschäftigte des DRK-Regelrettungsdienstes sowie des sogenannten Erweiterten Rettungsdienstes (Rotkreuz-Ehrenamtliche der Schnelleinsatzgruppen für Großschadenslagen) befinden sich bereits am Einsatzort. Zur Unterstützung dieser Einheiten und zur Entlastung umliegender Krankenhäuser treffen ergänzend - von der Rettungsleitstelle mit Verkehrssonderrechten (Blaulicht, Martinshorn) ausgestattete - ehrenamtliche Sanitäts-, Betreuungs-, Technik- und Logistikkräfte aus den Bereitschaften der drei DRK-Kreisverbände ein.

Sie errichten aus mehr als einem halben Dutzend Zelte einen Behandlungsplatz 50 (kurz: BHP 50) - eine Einrichtung mit vorgegebener Struktur, in der pro Stunde bis zu 50 Patienten notfallmedizinisch versorgt werden können. Der Behandlungsplatz ist eingeteilt in die Bereiche Sichtung/Registrierung der Verletzten durch einen Notarzt, die anschließende Einteilung der festgestellten Verletzungen in Schweregrade (mittels roter, gelber oder grüner Karte, die dem Patienten umgehängt wird), Behandlung, Ausgangsregistrierung und schließlich Transport in weiterführende Versorgungseinrichtungen – oder die Übergabe an die Betreuungsdiensteinheit innerhalb des Behandlungsplatztes.

Dieser hat eine Fläche von rund 1.000 Quadratmetern – inklusive Zu- und Abfahrtswege für die gut zwei Dutzend Einsatzfahrzeuge, darunter ein geländegängiger Rettungstransportwagen auf Unimog-Basis sowie ein Enduro-Motorrad für Erkundungsfahrten auf unwegsamen Gelände.

„Die Rotkreuz-Einsatzeinheiten aus Bremervörde, Rotenburg und Stade sind auf den Ernstfall gut vorbereitet“, stellte Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rothgeber im Nachgang zur Übung mit Zufriedenheit fest. Die Führungskräfte hätten die Möglichkeit gehabt, die Abläufe nach kurzen Unterbrechung zu optimieren. Und auch für die Helfer habe die Übung einen durchaus als realistisch anzusehenden Einsatz dargestellt, den es im Ernstfall zu beherrschen gelte.

Was ihn, Rothgeber, gefreut habe: „Von unseren geladenen Gästen aus den Katastrophenschutzbehörden ernteten wir ausschließlich Lob. Alle sagten, sie seien beeindruckt von der Professionalität der Abläufe. Wir werten das als starke Anerkennung unserer Arbeit.“

„Zahl der Unfälle alarmierend hoch“

Bremervörde. Die Erste-Hilfe-Ausbildung an den Schulen hierzulande muss nach Meinung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) dringend verbessert werden. Die Zahl von bundesweit mehr als eine Million Schulunfällen im Jahr 2018 sei alarmierend hoch, sagt die Präsidentin des DRK-Bundesverbandes Gerda Hasselfeldt anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 14. September. Die Gefahr von Unfällen in Schulen sei in Deutschland weitaus größer als in Betrieben.

Der DRK-Kreisverband Bremervörde als einer von 500 bundesweit hat 2017 und 2018 knapp 5.500 Frauen und Männer aus dem Altkreis Bremervörde in insgesamt 422 Kursen in Erster Hilfe aus- und fortgebildet, mehr als die Hälfte darunter von der Berufsgenossenschaft geforderte betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer.

2018 wurden laut DRK bundesweit in Betrieben 23 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1.000 sogenannte Vollarbeiter verzeichnet, aber 66 meldepflichtige Schulunfälle je 1.000 Schüler. Während die Unfallversicherungsträger für Betriebe eine Ersthelfer-Quote von bis zu 10 Prozent der Belegschaft vorschreiben, gibt es laut DRK-Bundesverband bislang keine verpflichtenden, einheitlichen Regelungen für Schulen. Die Notwendigkeit einer besseren Erste-Hilfe-Ausbildung von Sportlehrerinnen und -lehrern bekräftigte erst im Frühjahr ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH). Darin wird die Amtspflicht des Lehrpersonals betont, erforderliche und zumutbare Erste-Hilfe-Maßnahmen im Sportunterricht rechtzeitig und in ordnungsgemäßer Weise durchführen zu können.

Das BGH-Urteil beruht auf der Klage eines Schülers. Dieser war im Januar 2013 während des Aufwärmtrainings im Sportunterricht bewusstlos geworden und hatte in der Folge einen Atemstillstand erlitten. Vor Eintreffen des Notarztes sei keine Laienreanimation durch die zwei anwesenden Sportlehrer erfolgt.

Andrea Grabau, hauptamtliche Ausbildungsbeauftragte für Erste Hilfe im DRK-Kreisverband Bremervörde, schließt sich der Meinung des DRK-Bundesverbandes an, dass Schulen generell dringend dafür sorgen müssten, dass genügend Lehrpersonal in Erster Hilfe ausgebildet werde und auf dem neuesten Stand sei. Verantwortlich für die Organisation einer wirksamen Ersten Hilfe sei die Schulleitung. „Wir als DRK stehen dabei als kompetenter und erfahrener Partner gerne zur Seite“, unterstreicht Grabau.

So seien in den zurückliegenden zwei Jahren von ihr und ihrem ehrenamtlichen Kollegium 522 Pädagogen (und in Kindertagesstätten tätige Erzieher) nach Maßgabe der Berufsgenossenschaft in Erster Hilfe am Kind aus- beziehungsweise fortgebildet worden, darüberhinaus erhielten 474 Mädchen und Jungen ab Klasse fünf eine sogenannte MESI-Schulung (Vermittlung von Kenntnissen der medizinischen Erstversorgung mit Selbsthilfe-Inhalten).

Bereits seit Jahrzehnten engagiert sich ferner das Jugendrotkreuz (eigenständiger Jugendverband des DRK) im Schulsanitätsdienst. Grabau wurde vor knapp zwei Wochen von den Delegierten des den DRK-Ortsvereinen angegliederten Gruppen des Jugenrotkreuzes (JRK) zu deren Kreisleitung gewählt. Nach einer ersten Bestandsaufnahme geht sie davon aus, dass in den JRK-Gruppen sowie als Schulsanitäter an den weiterführenden Schulen in Bremervörde, Zeven, Gnarrenburg, Tarmstedt, Zeven und Sittensen zwischen 100 und 150 Schülerinnen und Schüler mit Erste-Hilfe-Kenntnissen organisiert sind.